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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Dank LOEWE mehr als 1,2 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung

Zusätzlich 1.700 Arbeitsplätze an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen

Wissenschaftsminister Boris Rhein schaut sich Exponate vom LOEWE-Zentrum Insektenbiotechnologie & Bioressourcen an.
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Forschung zum Anfassen: Wissenschaftsminister Boris Rhein schaut sich Exponate vom LOEWE-Zentrum Insektenbiotechnologie & Bioressourcen an.
© wissenschaft.hessen.de

Wiesbaden. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute eine Bilanz zum Forschungsförderungsprogramm LOEWE (Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz) gezogen. Demnach hat allein die Landesregierung seit 2008 mehr als 600 Millionen Euro für das bundesweit einmalige Programm bereitgestellt. In diesem Jahr beträgt das LOEWE-Budget rund 64 Millionen Euro.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Die Landesregierung investiert umfangreich in Forschung und Entwicklung, weil sie davon überzeugt ist, dass Forschungsergebnisse von heute die Produkte und Dienstleistungen von morgen sein werden und sie somit die Grundlage für Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze in Hessen bilden.“

Rund 550 Millionen aus Drittmitteln

Die innovativen Forschungsprojekte von LOEWE sind bei Drittmittelgebern sehr erfolgreich: So haben allein die LOEWE-Zentren und -Schwerpunkte der 1. bis 7. Förderstaffel bis Ende August 2015 nach eigenen Angaben Drittmittel im Gesamtumfang von rd. 550 Millionen Euro mit Laufzeiten bis max. 2020 eingeworben.

Außerdem haben Unternehmen, die sich an LOEWE-KMU-Verbundvorhaben beteiligen, im Zeitraum 2008 bis 2015 insgesamt rd. 55 Mio. Euro Eigenmittel bis maximal 2017 zur Verfügung gestellt.

Hervorragende Bedingungen für die Wissenschaft

„Insgesamt sind dank LOEWE mehr als 1,2 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert worden. Das sind hervorragende Bedingungen sowohl für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an unseren Hochschulen als auch für unsere außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Hessen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Zudem schafft LOEWE zusätzliche Arbeitsplätze. Im August 2015 waren in den LOEWE-Zentren und –Schwerpunkten insgesamt 1.754 Personen zusätzlich tätig, darunter 64 Professoren/innen.

„LOEWE schafft ein forschungs- und innovationsfreundliches Umfeld, in dem unsere leistungsfähigen Hochschulen, die zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und innovationsbereite Unternehmen wachsen und ihre Wettbewerbsfähigkeit ausbauen können“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

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LOEWE-Zentren und -Schwerpunkte

Seit 2008 wurden elf Zentren und 38 Schwerpunkte zur Förderung ausgewählt. An den Zentren und Schwerpunkten sind alle sechs Universitäten, drei Fachhochschulen, eine Hochschule besonderen Typs (Hochschule Geisenheim) und 19 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligt. Gefördert wird Grundlagenforschung ebenso wie anwendungsorientierte Forschung.

Ein Beispiel hierfür ist das LOEWE-Zentrum CASED - Center for Advanced Security Research. Wissenschaftler von TU Darmstadt, Hochschule Darmstadt und des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT), Darmstadt leisten hier seit 2008 einen signifikanten Beitrag zu Forschung, Entwicklung, Ausbildung und Technologietransfer auf dem Gebiet der IT-Sicherheit. Heute ist CASED das größte und vermutlich wichtigste IT-Sicherheitszentrum in Europa.

„Die Landesregierung hat großes Interesse daran, das Europäische Zentrum für IT-Sicherheit in Darmstadt weiter auszubauen. Hierbei wissen wir die Bundesregierung an unserer Seite. Im neuen Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit, das Center for Research in Security and Privacy“ unterstützen Land und Bund gemeinsam künftig die internationale Spitzenforschung“, sagte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Mit Insekten neue Medikamente entwickeln

Ein weiteres Beispiel ist das LOEWE-Zentrum Insektenbiotechnologie & Bioressourcen (ZIB) unter Federführung der Justus-Liebig-Universität Gießen. Hier erforschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Anwendung biotechnologischer Methoden, um mithilfe von Insekten neue Medikamente zu entwickeln. Als Beispiele sind hier neue Antibiotika oder Medikamente zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie Malaria oder Zika zu nennen.

Die Forschungsarbeiten zielen außerdem darauf ab, neue Wirkstoffe für Anwendungen im nachhaltigen Pflanzenschutz oder neue Enzyme für industrielle Produktionsprozesse zu identifizieren. Das LOEWE-Zentrum ist europaweit der erste Forschungsverbund in diesem Themenfeld mit enormer globaler Wachstumsprognose. Unter Einbindung von Industriepartnern (Dow Agroscience, Sanofi, Merck, Südzucker AG, Boehringer Ingelheim etc.) arbeitet das ZIB darauf hin, das erste Fraunhofer-Institut in Mittelhessen zu gründen.

„Hessen holt – dank der LOEWE-Anschubfinanzierungen – bei der Erweiterung und Neuansiedlung von außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf. Zwei wissenschaftlich hervorragend aufgestellte LOEWE-Zentren am Standort Frankfurt wurden bereits in der Leibniz-Gemeinschaft und damit in der gemeinsamen Forschungsförderung von Bund und Ländern erfolgreich verstetigt. Sechs weitere LOEWE-Zentren streben Verstetigungen an“, sagte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Förderung des Mittelstandes

Neben den LOEWE-Zentren und -Schwerpunkten fördert die Landesregierung auch den Mittelstand mit der dritten LOEWE Förderlinie: kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind häufig gezwungen, nach neuen, besseren Lösungen zu suchen und diese marktfähig zu machen. Die Zusammenarbeit mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist dabei eine wichtige Basis, um am Grundlagenwissen zu partizipieren und bestehende Forschungskapazitäten zu nutzen.

„Diese LOEWE-Förderlinie gilt als Patentschmiede des Mittelstandes und greift aktuelle Themen wie IT-Sicherheit, funktionale Materialien, Elektromobilität, Energie- und Ressourceneffizienz oder Medizintechnik in den Projekten auf. Das Ergebnis sind marktrelevante Verfahren, Methoden und Prototypen, die sowohl das Interesse branchengewichtiger als auch internationaler Unternehmen hervorrufen“, erläutert Wissenschaftsminister Boris Rhein.

218 Verbundvorhaben gefördert

Seit 2008 hat LOEWE insgesamt 218 Verbundvorhaben mit einem durchschnittlichen Finanzvolumen von rund 240.000 Euro pro Projekt gefördert. Seit Beginn des LOEWE-Programms haben sich 333 hessische KMU sowie 233 Fachbereiche und Arbeitsgruppen der hessischen Universitäten und Fachhochschulen an dieser Förderlinie beteiligt.

Alle Hochschulen für angewandte Wissenschaften partizipieren an den bewilligten LOEWE-KMU-Verbundvorhaben. Besonders rasant hat sich der Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien in der LOEWE-Förderlinie 3 entwickelt. Hessen ist hier eine der führenden Regionen in Europa. Die Informations- und Kommunikationstechnologie mit ihrem breiten Anwendungs- und Themenspektrum zählt zu den Branchen, aus der mit 62 Projekten die meisten Projektideen bei LOEWE an den Start gehen. Unternehmen und Hochschulen bekamen hier bislang rund 15 Millionen Euro Förderung aus der LOEWE-Förderlinie 3 zzgl. eines ebenso hohen Eigenanteils aus der Wirtschaft.

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