Wissenschaftsminister Boris Rhein

In Exzellenzclustern zeigt sich Hessens Spitzenforschung

Thema: 
Wissenschaft, Hochschulen
16.12.2016Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Land fördert Forschungsvorhaben zur Erforschung Normativer Ordnungen mit rund 14,5 Millionen Euro

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Wissenschaftsminister Boris Rhein vor dem Exzellenzcluster zur Erforschung Normativer Ordnungen
Im Exzellenzcluster gehen Wissenschaftler der Frage nach, wie in Zeiten großer Veränderungen neue gesellschaftliche Regeln entstehen. Wissenschaftsminister Rhein hat sich über ihre Arbeit informiert.
© Uwe Dettmar/Normative Orders

Wiesbaden/Frankfurt. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute den Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt besucht. Wissenschaftler gehen dort der Frage nach, wie in Zeiten großer Veränderungen neue gesellschaftliche Regeln entstehen. Exzellenzcluster sind Teil der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern. Es handelt sich um große Verbundforschungsprojekte, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen zu einem zukunftsträchtigen Thema zusammenarbeiten.

Feste Größe in der Forschungslandschaft

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Der Frankfurter Exzellenzcluster zur Herausbildung normativer Ordnungen hat sich als feste Größe in der Forschungslandschaft etabliert. Er ist eine der führenden Einrichtungen seiner Art in Deutschland mit internationaler Ausstrahlung – und damit ein Aushängeschild für die Goethe Universität und den Wissenschaftsstandort Hessen. Seit 2007 hat das Land Hessen den Forschungsverbund mit insgesamt rund 13,5 Millionen Euro gefördert. Im nächsten Jahr kommt eine weitere Million Euro dazu.“

Wir leben in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen: neue technologische Möglichkeiten, die Globalisierung, knappe Ressourcen, Konflikte oder der Klimawandel sind Herausforderungen, die mit herkömmlichen Vorstellungen von Regeln für ein gesellschaftliches Zusammenleben nicht beantwortet werden können. In einer Welt unterschiedlicher kultureller Selbstverständnisse und Traditionen entstehen neue transnationale Normen und Institutionen. Die im Frankfurter Exzellenzcluster versammelten Geistes- und Sozialwissenschaftler analysieren und hinterfragen diese Prozesse.

Dialog in der Gesellschaft

Neben den Forschungsfragen und wissenschaftspolitischen Themen steht der Dialog in der Gesellschaft im Mittelpunkt der Arbeit des Clusters. Zum Beispiel beteiligte sich der Exzellenzcluster an der B3 Biennale des bewegten Bildes 2017. Mit historischen Filmen über Themen wie den Sklavenhandel zwischen Afrika und Brasilien oder den Militärputsch in Chile warfen die Mitarbeiter die Frage auf, wie Erzählungen über die Vergangenheit die Gegenwart beeinflussen und warum Zweifel an der Version der Mächtigen neue Möglichkeiten für die Zukunft eröffnen können.

Bewerbung um weitere Förderung

Bei seinem Besuch informierte sich Wissenschaftsminister Boris Rhein auch über den Forschungsverbund „Normative Ordnungen in Krisen“, der aus dem Exzellenzcluster entstanden ist. Dieser Cluster wird unter anderem die Frage in den Blick nehmen, was es bedeutet, dass die wesentlichen sozialen Veränderungen unserer Zeit als „Krisen“ beschrieben werden. Die Spitzenwissenschaftler werden sich mit ihrer Arbeit im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern um eine weitere Förderung als Exzellenzcluster bewerben.

„Das Wort ,Krise‘ ist in der heutigen Zeit sehr präsent. Die Beispiele reichen von der Vertrauenskrise repräsentativer Demokratien über die Finanzkrise, die Migrationskrise, die Krise der europäischen Institutionen bis hin zu Krisen, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führen – die ökologischen Krisen nicht zu vergessen. Diese Entwicklungen zu erforschen, ist ein spannendes Vorhaben, das es zu unterstützen gilt“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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