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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Institut MAFEX begleitet Gründer von der Geschäftsidee bis zur Selbstständigkeit

Thema: 
Hochschulen
20.12.2016Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Offizielle Eröffnung als Einrichtung der Philipps-Universität Marburg

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Wissenschaftsminister Boris Rhein hält zur Eröffnung des MAFEX eine Festrede
"Gründungszentren stehen für den Trend zu einer Hochschule, die sich bewusst wird, dass sie auch Impulsgeber des regionalen Wirtschaftsgeschehens ist", sagte Wissenschaftsminister Boris Rhein bei der Eröffnung des MAFEX.
© Philipps-Universität Marburg

Wiesbaden/Marburg. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute das Marburger Institut für Innovationsforschung und Existenzgründungsförderung – kurz MAFEX – offiziell eröffnet. Das Zentrum wurde 1998 als Stiftung gegründet hat sich zum Ziel gesetzt, Gründer aus der Hochschule auf ihrem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. Nun ist das MAFEX eine wissenschaftliche Einrichtung der Philipps-Universität Marburg.

Gründung aus der Hochschule heraus

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich freue mich sehr, das MAFEX als offizielles Institut der Philipps-Universität Marburg zu eröffnen. Der Fokus liegt nun stärker denn je darauf, Unternehmensgründungen aus der Hochschule heraus zu fördern und praxisorientierte Innovationsforschung möglich zu machen. Beides sind Schlüsselthemen, wenn es darum geht, die Innovationsfähigkeit unseres Landes auch in Zukunft zu erhalten und auszubauen.“

Das MAFEX hat seit seiner Gründung rund 500 Existenzgründungsvorhaben von Studierenden und Mitarbeitern der Philipps-Universität Marburg unterstützt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts beraten Gründer nicht nur, sondern unterstützen auch etablierte klein- und mittelständische Unternehmen aus der Stadt Marburg sowie dem Landkreises Marburg-Biedenkopf in der Innovationsförderung. Die Angebote reichen von Tipps zur Finanzierung, Hilfe bei der Erstellung eines Geschäftsplans bis hin zu Workshops und Coachings. Zudem führt das Institut regelmäßig empirische Studien durch – etwas zur Frage, wie Unternehmen Innovationsmanagement betreiben, ihre Mitarbeiter also ermutigen, eigene Ideen einzubringen.

Besondere Bedeutung für die Gesellschaft

„Gerade Gründungen mit neuen Geschäftsideen in wissens- und forschungsintensiven Bereichen sind von besonderer Bedeutung für unsere Gesellschaft. Sie haben das Potential, wirtschaftliche Dynamik und qualitativ hochwertige Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen Branchen im Umfeld ihrer Hochschule zu schaffen und so einen Beitrag zum Strukturwandel der Wirtschaft zu leisten. Solche Gründungen können Marktnischen besetzen, die von großen Unternehmen nicht oder nur mit Zeitverzögerung aufgegriffen werden“, ergänzte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Das an den Hochschulen erforschte neue Wissen ist ein hervorragender Nährboden für erfolgreiche Unternehmensgründungen. Ein Beispiel dafür ist das Unternehmen „Audiotranskription“, das aus der Philipps-Universität Marburg hervorgegangen ist. Es bietet Software zur digitalen Aufnahme, Transkription und Analyse, die in der qualitativen Sozialforschung eingesetzt wird. Das Unternehmen erhielt 2009 den Hessischen Gründerpreis.

Erfolgreiche Modelle an Hessens Hochschulen

Auch andere hessische Hochschulen haben in den vergangenen Jahren erfolgreiche Einrichtungen zur Unterstützung von Gründungen aufgebaut: etwa das Gründerzentrum HIGHEST an der TU Darmstadt, den Inkubator und den Science Park an der Universität Kassel, den Unibator der Goethe-Universität Frankfurt sowie das Entrepreneurship Cluster Mittelhessen der Justus-Liebig-Universität Gießen. All diese Einrichtungen unterstützen Gründungsvorhaben von Hochschulangehörigen von der Ideenfindung über die Entwicklung eines Geschäftsmodells bis zum Eintritt in die Gründungsphase.

„Diese Einrichtungen stehen für den Trend zu einer Hochschule, die sich bewusst wird, dass sie auch Impulsgeber des regionalen Wirtschaftsgeschehens ist und über die Fähigkeit verfügt, ein Wegbereiter für die Umsetzung der gewonnenen Forschungsergebnisse zu sein. Die Hessische Landesregierung unterstützt die Hochschulen bei der Erreichung dieses Ziels, indem wir für Aktivitäten zur Gründungsunterstützung auch zusätzliche Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung bereitstellen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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