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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Johanna-Quandt-Zentrum auf dem Campus Niederrad übergeben

Thema: 
Wissenschaft
01.09.2017Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Land fördert Bau für Stammzellenforschung mit 7,6 Millionen Euro

Wissenschaftsminister Boris Rhein bei der Eröffnung des Johanna-Quandt-Zentrums
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Im Pädiatrischen Zentrum für Stammzelltransplantation und Zelltherapie werden nicht nur Therapien erforscht, sondern auch in kontrollierten klinischen Studien angewandt.
© Goethe-Universität Frankfurt

Frankfurt. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute dem Fachbereich Medizin der Goethe-Universität Frankfurt das Johanna-Quandt-Zentrum - Pädiatrisches Zentrum für Stammzelltransplantation und Zelltherapie (PZStZ) übergeben. Das Land Hessen unterstützt den neuen Forschungsbau mit 7,6 Millionen Euro im Rahmen des Hochschulbauinvestitionsprogramms HEUREKA.

Spitzenstellung Frankfurts weiter stärken

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich freue mich, ein weiteres exzellentes Bauprojekt auf dem Campus Niederrad seiner Bestimmung zu übergeben: Im ,Johanna-Quandt-Zentrum‘ arbeiten exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, innovative experimentelle Stammzelltransplantations- und Zelltherapien für Kinder und Jugendliche zu entwickeln und anzuwenden. Frankfurt ist bereits heute ein bundesweites Referenzzentrum in der Stammzelltransplantation und liegt auch international an der Spitze der Forschung in diesem Bereich. Mit diesem Neubau wird die Spitzenstellung Frankfurts weiter gestärkt.“

Im Pädiatrischen Zentrum für Stammzelltransplantation und Zelltherapie werden nicht nur Therapien erforscht, sondern auch in kontrollierten klinischen Studien angewandt. Neben modernen Forschungslaboren bietet das Zentrum dafür Räume für die ambulante und stationäre Betreuung von Studienpatienten.

Eltern als Stammzellen-Spender für Kinder

Ein zentrales Forschungsfeld ist die so genannte haploidente Stammzelltransplantation: Sie ermöglicht es, auch Eltern als Stammzellen-Spender für ihre Kinder auszuwählen, obwohl sie nur in der Hälfte der Gewebemerkmale übereinstimmen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung zellulärer Zusatztherapien nach der Stammzelltransplantation. Sie soll verhindern, dass die Risikopatienten erneut erkranken.

Insgesamt kostet der Neubau rund 20,7 Millionen Euro. Davon stellen Bund und Land je 7,6 Millionen Euro bereit. Die Bundesförderung erfolgt aus dem erfolgreichen Antragsverfahren in der Gemeinschaftsaufgabe Forschungsbauten des Bundes und der Länder, wodurch die überregionale Bedeutung der Forschungsinhalte nochmals bestätigt wurde. Die übrigen rund 5,5 Millionen Euro sind eine Spende von Johanna Quandt, Großaktionärin, Stifterin und Ehrensenatorin der Goethe-Universität. Sie verstarb im Jahr 2015.

Zentrum nach Wohltäterin benannt

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Das Projekt wäre in dieser Form ohne das herausragende Engagement von Johanna Quandt niemals realisiert worden. Im Namen der Landesregierung bedanke ich mich stellvertretend bei den Familienmitgliedern von Frau Quandt dafür, dass mit ihrem Engagement den vielen Kindern, Familien und Angehörigen in diesem Zentrum eine Perspektive geboten werden kann. Mit der Namensgebung des Forschungsgebäudes als Johanna-Quandt-Zentrum wird dieser Einsatz auch nach außen sichtbar.“

Das Johanna-Quandt-Zentrum ist ein weiterer Meilenstein auf der Großbaustelle des Campus Niederrad. Im Erweiterungsbau Haus 23 – der aktuell größten Hochbaumaßnahme des Landes im Hochschulbereich mit alleine rund 250 Millionen Euro Gesamtkosten – sind die Innenausbauten im vollen Gang. Kürzlich wurden das Lern-, Lehr.- und Prüfungszentrum Medicum und das neue Hörsaalgebäude an die Nutzer übergeben. Insgesamt wurden in den vergangenen zehn Jahren Baumaßnahmen mit einem Projektvolumen von über einer Milliarde Euro an diesem Standort realisiert bzw. befinden sich zurzeit noch in Bau oder Planung. Die Finanzierung erfolgt überwiegend aus Landesmitteln.

LOEWE unterstützt Forschung

„Wir investieren jedoch nicht nur in die bauliche Entwicklung. Mit unserem Forschungsförderprogramm LOEWE unterstützen wir die Forschungsstärke der Frankfurter Hochschulmedizin auf dem Campus Niederrad. Hierbei dominieren Projekte der Krebsforschung, in denen Wissenschaftler an der Verbesserung von Diagnose und Therapie arbeiten. Außerdem stehen die Erforschung von Fettstoffwechselstörungen, neurodegenerativen Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen sowie die Entwicklung neuer Antibiotika im Fokus“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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