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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Land Hessen fördert Gleichstellung an Hochschulen mit 855.000 Euro

Thema: 
Hochschulen
22.12.2016Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Zehn Hochschulen profitieren vom Professorinnenprogramm

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Professorin in einer Vorlesung
© Fotolia/kasto

Wiesbaden. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat Projekte, die zur Gleichstellung von Frauen und Männern an den Hochschulen des Landes beitragen, in diesem Jahr mit rund 855.000 Euro gefördert. Das Geld verteilt sich auf Vorhaben der Goethe-Universität Frankfurt, der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg, der Universität Kassel, der TU Darmstadt, der Frankfurt University of Applied Sciences, der Hochschule Fulda, der Hochschule Darmstadt, der Technischen Hochschule Mittelhessen und der Hochschule für Gestaltung Offenbach.

Vom Familienservice bis zur Promotionsstelle

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Trotz aller Bemühungen sind Frauen noch nicht in allen Qualifikationsstufen des Wissenschaftssystems gleichermaßen repräsentiert. Die zehn Hochschulen, die sich um Förderung beworben haben, tragen mit gut durchdachten Konzepten jedoch dazu bei, den Anteil von Wissenschaftlerinnen auf allen Ebenen des Wissenschaftssystems zu steigern. Dieses Engagement unterstützen wir gern.“

Die geförderten Projekte fördern Gleichstellung auf unterschiedliche Weise: Die Goethe-Universität beispielsweise baut eine Koordinationsstelle „Familien-Service“ auf. Die Justus-Liebig-Universität Gießen bietet Seminar- und Coachingprogramme für Nachwuchswissenschaftlerinnen an, während die Hochschule Fulda und die Frankfurt University of Applied Sciences neue Promotionsstellen für diese Zielgruppe einrichten.

24 Professuren im Professorinnenprogramm

Die Förderung ist Teil des Professorinnenprogramms II von Bund und Ländern. Ziel ist, mehr Wissenschaftlerinnen in Spitzenpositionen zu bringen. Hessen ist im Professorinnenprogramm sehr erfolgreich: Alle Hochschulen, die sich beworben haben, konnten sich erfolgreich im Wettbewerb durchsetzen. Sie erhalten vom Bund zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt rund 12 Millionen Euro. Zurzeit werden in Hessen insgesamt 24 Professuren für maximal fünf Jahre aus dem Professorinnenprogramm gefördert – aus ganz unterschiedlichen Bereichen: die Bandbreite reicht von Biologie, Medizin und Mathematik bis Geschichte, Informatik und Jura.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich bin stolz auf die erfolgreichen Bewerbungen unserer Hochschulen. Sie haben ihre Chance genutzt und bringen aktiv mehr Frauen in die Wissenschaft. Damit sind sie Vorbilder für chancengerechte Hochschulen.“

Der Anteil der Frauen an Professuren ist laut Statistischem Bundesamt in Hessen von 440 im Jahr 2005 (14,1 %) auf 886 im Jahr 2015 (24,3 %) gestiegen. Hessen liegt damit seit Jahren mit bis zu 2 Prozentpunkten über dem Bundesdurchschnitt (22,7% im Jahr 2015).

Chancengleichheit weiter verbessern

„Die Hessische Landesregierung fördert bereits seit vielen Jahren die vielfältigen Gleichstellungsmaßnahmen der Hochschulen: Wir haben in den Hochschulpakt 2011-2015 und auch in den aktuellen Hochschulpakt 2016-2020 sowie in die mit den Hochschulen geschlossenen Zielvereinbarungen gesonderte Vereinbarungen zur Frauenförderung aufgenommen. So verbessern wir weiter die Chancengleichheit. Ebenso honorieren wir Gleichstellungserfolge an den Hochschulen mit einer erhöhten Budgetierung, zum Beispiel für Absolventinnen und Promotionen von Frauen in MINT-Fächern“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

So werden die Mittel aufgeteilt

Technische Universität Darmstadt 90.000 Euro
Goethe-Universität Frankfurt 180.000 Euro
Justus-Liebig-Universität Gießen 90.000 Euro
Philipps-Universität Marburg 60.000 Euro
Universität Kassel 90.000 Euro
Hochschule für Gestaltung Offenbach 16.000 Euro
Technische Hochschule Mittelhessen 115.989 Euro
Hochschule Darmstadt 90.000 Euro
Frankfurt University of Applied Sciences 30.000 Euro
Hochschule Fulda 93.844 Euro

 

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