Wissenschaftsminister Boris Rhein

LOEWE setzt Erfolgsgeschichte fort

Thema: 
Wissenschaft, LOEWE
06.12.2016Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

11. Förderstaffel für Zentren und Schwerpunkte themenoffen ausgeschrieben

Wiesbaden. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat bekannt gegeben, dass das Forschungsförderprogramm LOEWE in eine elfte Auswahlrunde geht. Ab sofort können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit ihren Forschungsvorhaben in der neuen Förderstaffel für LOEWE-Zentren und LOEWE-Schwerpunkte bewerben. Antragsskizzen können bis zum 15. April 2017 eingereicht werden. Start der Projekte ist am 1. Januar 2019.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Mit unserem bundesweit einmaligen Forschungsförderungsprogramm LOEWE unterstützen wir vielversprechende Top-Projekte: Im Zeitraum von 2008 bis 2016 stellt das Land insgesamt rund 671 Millionen Euro bereit, 2016 beträgt das LOEWE-Budget rund 64 Millionen Euro. Ich bin sicher, dass sich für die mittlerweile elfte Förderstaffel wieder ausgezeichnete Forschungsverbünde mit wegweisenden Vorhaben aus allen Fachdisziplinen bewerben werden. LOEWE ist eine Erfolgsgeschichte und zu einer hessischen Marke der Forschungsförderung geworden. LOEWE besitzt in Deutschland in der Wissenschaftsförderung ein Alleinstellungsmerkmal, nicht nur was das finanzielle Fördervolumen angeht.“

Vier neue Schwerpunkte

Gleichzeitig stehen vier neu bewilligte LOEWE-Schwerpunkte der aktuellen neunten Förderstaffel vor dem Start: Am 1. Januar 2017 beginnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Darmstadt, der Hochschule Darmstadt und der Technischen Hochschule Mittelhessen (Gießen) mit dem Projekt „BAMP! – Bauen mit Papier“; gemeinsam gehen sie insbesondere der Fragestellung nach, wie mit Papier praxistaugliche mobile Bauten und Fassaden realisiert werden können.

Ihre Kolleginnen und Kollegen von der Justus-Liebig-Universität Gießen untersuchen in einem weiteren Schwerpunkt gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft (Marburg) „Konfliktregionen im Östlichen Europa“; hierbei setzen sie sich insbesondere mit der Frage auseinander, wie zukünftige Konfliktsituationen auf Basis aktueller Forschungsergebnisse schneller gelöst werden können.

LOEWE-Banner

Die Goethe-Universität Frankfurt und die Justus-Liebig-Universität Gießen untersuchen in einem weiteren LOEWE-Schwerpunkt „Religiöse Positionierung“ die historische Erfahrung und die religiösen Ressourcen von Judentum, Christentum und Islam. 

Der vierte Schwerpunkt „MegaSyn-Kontrolle und Design multifunktionaler Megasynthasen“ erforscht neue Wege, um das Potential von Megasynthasen für das Design neuer Antibiotika zu nutzen. Hier engagiert sich ein Forschungsverbund der Goethe-Universität Frankfurt, der Philipps-Universität Marburg, des Max-Planck-Instituts für Biophysik (Frankfurt), des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie (Marburg) und der Technischen Hochschule Mittelhessen (Gießen).

Die vier neuen LOEWE-Schwerpunkte der neunten Förderstaffel erhalten insgesamt rund 17,7 Millionen Euro aus LOEWE-Mitteln im Zeitraum 2017 bis 2020.

Besonderer Wert liegt auf Bestenauslese

„Wir legen bei LOEWE besonderen Wert auf das wettbewerbliche Auswahlverfahren im Sinne einer Bestenauslese. Deshalb bedanke ich mich insbesondere beim LOEWE-Programmbeirat für die Abgabe der wissenschaftlichen Empfehlung auf Basis externer Fachgutachten und bei der LOEWE-Verwaltungskommission, die über die Förderung der vier neuen LOEWE-Schwerpunkte entschieden hat“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Die Abkürzung „LOEWE“ steht für „Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“. Das Programm ist neben dem Hochschulpakt und dem Bauprogramm HEUREKA die dritte Säule der Hochschulförderung in Hessen.

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