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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Preisträger des ersten Hessischen Ideenwettbewerbs ausgezeichnet

Thema: 
Hochschulen
03.11.2016Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Wissenschaftsminister Boris Rhein mit den Gewinnern des Hessischen Ideenwettbewerbs
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Den mit 3.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt das Team Variokan. Dieses Produkt von Ivana Hrisova und Pierre Büttner von der Justus-Liebig-Universität Gießen revolutioniert das Abwassersystem.
© Fabian Voswinkel

Frankfurt. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute bei der feierlichen Preisverleihung im Museum für Kommunikation Frankfurt die Preisträger des Hessischen Ideenwettbewerbs ausgezeichnet und den drei Siegerteams gratuliert.

Vielseitigkeit der Hochschullandschaft

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich freue mich, solch motivierte, junge Teams aus den hessischen Hochschulen auszeichnen zu dürfen. Die Ehrung mit dem Hessischen Ideenpreis ist ein herausragender Erfolg und ich hoffe, dass die Anerkennung den Preisträgern Ansporn und Mut zur unternehmerischen Umsetzung oder Weiterentwicklung ihrer Gründungsideen gegeben hat. Die Ideen, die wir heute gesehen haben, sind sehr vielseitig. Sie reichen von Produktinnovationen über Kreativideen hin zu IT-Lösungen. In ihnen spiegelt sich auch die Vielseitigkeit unserer Hochschullandschaft wider.“

Das sind die Gewinner-Teams

Den mit 3.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt das Team Variokan. Dieses Produkt, aus der Justus-Liebig-Universität Gießen, revolutioniert das Abwassersystem. Das Abwassersystem „Variokan“ mit flexiblem Kanalschnitt passt sich den Anforderungen an der Tagesganglinie an und ist damit den Herausforderungen der Zukunft gewachsen.

Das Team Nelumbox erhielt den mit 2.000 Euro dotierten zweiten Preis. Das Team aus der TU Darmstadt hat ein energieeffizientes und smartes Klimasystem für Transport und Lagerung kühlkettenpflichtiger Medikamente und Proben hergestellt.

Den mit 1.000 Euro dotierten dritten Preis erhielt das Team Unidea. Informationen finden, statt suchen – ist das Motto dieses Teams aus der Hochschule Darmstadt. Die Technologie der webbasierten Graph-Visualisierung von Unidea ermöglicht eine effiziente Recherche und zeigt relevante Informationen im Kontext auf.

Die Jury des Hessischen Ideenwettbewerbs entschied sich spontan dazu einen Sonderpreis in Kooperation mit der SMA Solar Technology AG an das Team Nanowired zu vergeben. Dazu wird das Team der TU Darmstadt zu einem Technologie-Erfahrungsaustausch eingeladen. Das Nanowired-Verfahren wurde an der Technischen Universität Darmstadt entwickelt und ermöglicht es, Bauteile ohne Löten oder Kleben elektrisch leitend miteinander verbinden zu können.  Milliarden Nanodrähte, also Drähte mit einem Durchmesser von weniger als einem 100stel eines menschlichen Haares, werden wie ein Rasen auf elektronische Bauteile aufgebracht. Drückt man zwei Teile zusammen, verhaken sich die Nanodrähte wie ein Klettverschluss.

4.000 User machten beim Online-Voting mit

Den Wettbewerb für Hochschulgründungsideen „Hessen Ideen“ gab es dieses Jahr zum ersten Mal. Er richtete sich vor allem an gründungsaffine Hochschulangehörige, die mit ihrer Idee für ein Unternehmen noch am Anfang stehen. Aber auch bereits ausgegründete Unternehmen konnten mitmachen.

Insgesamt 24 Ideen, bis zu drei pro Hochschule, hatten die zehn teilnehmenden hessischen Hochschulen für den Wettbewerb nominiert. Je zwei Gutachter bewerteten die eingereichten Ideen inhaltlich. Parallel zur Bewertung der Ideen fand ein Online-Voting statt, an dem sich über 4.000 Personen beteiligt und für ihren Favoriten abgestimmt hatten. Aus den zehn am besten bewerteten Ideen ermittelte eine Jury die drei Preisträger.

Großes Potential für Gründungsideen

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Mit diesem Wettbewerb haben wir uns das Ziel gesetzt, unternehmerische Ideen an den Hochschulen zu entdecken und zu fördern. Die innovativen Ideen der Preisträger und Nominierten zeugen von dem großen Potential für Gründungsideen an den hessischen Hochschulen. Wir wollen einen Anstoß dafür geben, dass dieses Potential erkannt und zielgerichtet weiterentwickelt wird. Schließlich hängt der zukünftige Erfolg des Innovationsstandorts Hessen auch davon ab, wie wir unsere unternehmerischen Ideen nutzen. Darum ist es wichtig, dass an den Hochschulen eine aktive Gründungskultur entsteht und sich mehr Studierende und Absolventen mit der Möglichkeit einer eigenen Unternehmensgründung auseinandersetzen.“

317.000 Euro Förderung

Der hessenweite Ideenwettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Wissenschaftsminister Boris Rhein. Die Koordination des Wettbewerbs übernimmt die Universität Kassel. Beide Wettbewerbsrunden fördert das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit 317.000 Euro aus dem Innovations- und Strukturentwicklungsbudget.

„Die Hessische Landesregierung misst der Förderung von Unternehmensgründungen aus den Hochschulen eine besondere Bedeutung zu, denn nur über ihre unternehmerische Umsetzung können von Forschungsergebnissen Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft ausgehen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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