Ministerin Kühne-Hörmann übergibt Prof. Dr. Horst Stöcker Hessischen Verdienstorden

Sympathieträger für Hessen mit unverwechselbarer Art

„Mit Prof. Dr. Horst Stöcker erhält eine ganz besondere Persönlichkeit den Hessischen Verdienstorden: Ein Vollblut-Wissenschaftler mit Weitsicht und innovativen Ideen, zugleich gesellschaftlich engagiert, der mit seiner offenen und gewinnenden Art eine breite Öffentlichkeit für Wissenschaft und Forschung begeistert.“ Das hat Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann heute bei der Übergabe der von Ministerpräsident Volker Bouffier verliehenen Auszeichnung in der Wiesbadener Staatskanzlei gesagt. Sie fügte hinzu: „Sie sind ein Sympathieträger für Hessen und haben sich nicht zuletzt mit Ihrer unverwechselbaren Art um das Land Hessen in beeindruckender und bleibender Weise verdient gemacht.“

Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann übergibt Prof. Dr. Horst Stöcker den Hessischen Verdienstorden.

Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann übergibt Prof. Dr. Horst Stöcker den Hessischen Verdienstorden.
Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann übergibt Prof. Dr. Horst Stöcker den Hessischen Verdienstorden.
© Sebastian Trapp

Stöcker, 1952 in Frankfurt am Main geboren studierte an der Universität seiner Heimatstadt Physik, Mathematik, Chemie und Philosophie. Nach der Dissertation in Frankfurt kam er als Gastwissenschaftler an die damalige Gesellschaft für Schwerionenforschung nach Darmstadt. Von 1980 bis 1985 war er in den USA zunächst in Berkeley und dann als „Assistant Professor“ an der Michigan State University in East Lansing tätig. 1985 nahm er einen Ruf auf eine Professur für Theoretische Physik an die Goethe-Universität an. Gegenwärtig hat er dort eine Professur für Theoretische Physik und Astrophysik inne und ist „Judah M. Eisenberg - Professor Laureatus of Theoretical Physics“ am Fachbereich Physik.

Zusammen mit dem Physiker Prof. Walter Greiner und dem Neurophysiologen Prof. Wolf Singer gründete er das „Frankfurt Institute for Advanced Studies“ (FIAS). Mit der Unterstützung des Aufbaus der Frankfurt International Graduate School of Sciences (FIGSS) und der Otto-Stern School for Integrated Doctoral Education hat sich Stöcker auch um die Ausbildung von hochqualifiziertem Nachwuchs verdient gemacht. Darüber hinaus waren er als Vizepräsident der Goethe Universität viele Jahre in der akademischen Selbstverwaltung engagiert.

2007 wurde Horst Stöcker wissenschaftlicher Geschäftsführer der GSI Helmholtz-Zentrum für Schwerionenforschung GmbH in Darmstadt, der führenden Forschungseinrichtung für Schwerionenforschung in Europa. Von 2008 bis 2012 war er darüber hinaus auch Vizepräsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

In dieser Zeit wurden mit den internationalen und nationalen Partnern die Voraussetzungen für die Errichtung des Beschleunigerzentrums FAIR geschaffen. „FAIR ist weltweit eines der größten Vorhaben für die physikalische Grundlagenforschung und eine milliardenschwere Herausforderung“, sagte Ministerin Kühne-Hörmann. Schon heute arbeiten etwa 3.000 Wissenschaftler aus mehr als 40 Ländern an der Planung der Experimentier- und Beschleunigeranlagen von FAIR. An dem Milliarden-Projekt FAIR wird eine nie dagewesene Vielfalt an Experimenten möglich sein, durch die Wissenschaftler aus aller Welt neue Einblicke in den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums seit dem Urknall erwarten. Mit fast 180 Millionen Euro ist das Land Hessen nach den Worten der Ministerin an diesem Megaprojekt am Standort Darmstadt beteiligt.

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