Kunst- und Kulturminister Boris Rhein:

Verleihung des Hessischen Denkmalschutzpreises 2014

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Kunst- und Kulturminister Boris Rhein überreicht den Hessischen Denkmalschutzpreis 2014 für die vorbildliche Sanierung des "Hauses der Begegnung" an den Bürgermeister von Königstein, Leonhard Helm.
Feierliche Übergabe des Hessischen Denkmalschutzpreises 2014 (v.l.): Prof. Dr. Gerd Weiß (Präsident des Landesamts für Denkmalpflege), Kunst- und Kulturminister Boris Rhein, Leonhard Helm (Bürgermeister von Königstein) und Dr. Heinz-Georg Sundermann (Geschäftsführer der Lotterie-Treuhandgesellschaft Hessen).
© Christine Krienke / Landesamt für Denkmalpflege Hessen

Wiesbaden/ Königstein. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein zeichnete heute die neun Preisträger aus den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Gießen, Groß-Gerau, Hochtaunus, Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder, Vogelsberg und dem Werra-Meißner-Kreis mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis 2014 aus.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Als Zeugnisse der Heimat- und Landesgeschichte in Hessen stehen Kulturdenkmäler in besonderem Maße für die Attraktivität unseres Landes. Aufgrund ihrer Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit begeistern sie Bürger und faszinieren Besucher aus aller Welt. Wir haben die Aufgabe, unsere Kulturdenkmäler als unser historisches Erbe zu schützen und für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Die Denkmäler sind Quellen und Zeugnisse unserer Geschichte und Entwicklung, mehr noch – sie sind identitätsstiftend für alle Hessinnen und Hessen.“

Eine Jury wählte in diesem Jahr aus mehr als 40 Vorschlägen neun Preisträger aus. Lotto Hessen stiftet die seit 1986 mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung, die Leistungen mit überregionaler Bedeutung auf den Gebieten der archäologischen Denkmalpflege, der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der Gartendenkmalpflege würdigt.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein betonte, dass das öffentliche Verständnis für die Denkmalpflege wichtig sei und bedankte sich gleichzeitig für das enorme ehrenamtliche Engagement in diesem Bereich, ohne das es um den Erhalt der Denkmale in unserem Land schlecht bestellt wäre.

„Mein großes Dankeschön geht daher an alle, die sich der Denkmalpflege ehrenamtlich verschrieben haben. In Hessen setzen sich derzeit rund 700 Vereine für die Denkmalpflege ein. Das ist nicht selbstverständlich und verdient deshalb besonderes Lob und Anerkennung. Damit unser schützenswertes Kulturgut auch für die Zukunft erhalten werden kann, stellt die Landesregierung für die Denkmalpflege in diesem Jahr knapp acht Millionen Euro zur Verfügung“, erklärte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Für den Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege, Prof. Dr. Gerd Weiß ist die Preisverleihung ein zentraler Höhepunkt des denkmalpflegerischen Alltags: „Im Umgang mit ihren Gebäuden haben die heute ausgezeichneten Denkmaleigentümer mit viel Idealismus, großer Sensibilität und bewundernswertem Engagement die Arbeit der Denkmalpflege vor Ort unterstützt und bereichert. Nicht selten sei durch das gemeinsame Engagement für ein Kulturdenkmal ein ganz neuer sozialer Zusammenhalt erwachsen. In allen Fällen geht das Ergebnis weit über das von unseren Kollegen geforderte Maß hinaus. All diese Gebäude mit ihren liebevoll sanierten künstlerischen und baulichen Details sind ortsbildprägend und regen zum Nachahmen an. Mit dem Denkmalschutzpreis wollen wir zusammen mit Lotto Hessen auch in Zukunft Maßstäbe setzen“, so Prof. Dr. Gerd Weiß, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege.

Neben den Zuschüssen für die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude investiert das Land zusätzlich in den Erhalt seiner eigenen historischen Liegenschaften: rund 50 Burgen, Schlösser und Parks wie beispielsweise das einzigartige Rokokoschloss Wilhelmsthal in Kassel-Calden. Insgesamt sind in Hessen rund 60.000 Einzeldenkmäler registriert, dazu kommen etwa 3.000 Gesamtanlagen.
 

Preisträger des Hessischen Denkmalschutzpreises 2014

Preisträger:

Wolfgang Wagner
Bitzenstraße 34-36
35410 Hungen (Landkreis Gießen)
Preis: Urkunde und Geldpreis 8.000,- Euro, für die engagierte und sensible Instandsetzung und Sanierung des ältesten Ackerbürgerhauses (Baujahr 1465) im Landkreis Gießen

Preisträger:
Sarah und Felix Naglik
An der Winneburg 1
35287 Amöneburg (Landkreis Marburg-Biedenkopf)
Preis: Urkunde und Geldpreis 5.000,- Euro, für die behutsame und detailgetreue Restaurierung des „Haus Lütcke“

Preisträger:
Renate und Reinhard Schneider
Mühlweg 3
36355 Grebenhain-Ilbeshausen (Landkreis Vogelsberg)
Preis: Urkunde und Geldpreis 4.000,- Euro, für die vorbildliche Instandsetzung der sog. „Teufelsmühle“ unter konsequenter Verwendung von historischen Materialien und Anwendung traditioneller Handwerkstechniken

Preisträger:
Ilona und Boris Schroer
Gartenstr. 2
64521 Groß-Gerau (Kreis Groß-Gerau)
Preis: Urkunde und Geldpreis 3.000,- Euro, für die gelungene umfangreiche Sanierung und detailgetreue Restaurierung der „Villa Hero“ in Groß-Gerau

Preisträger:
Steffen Seibert
Schillerstr. 5
35102 Lohra-Altenvers (Landkreis Marburg-Biedenkopf)
Preis: Anerkennung und Urkunde, für die substanzerhaltende Sanierung sowohl des Verwaltungsgebäudes als auch der angrenzenden Fabrikationshalle

Preisträger:
Stadt Königstein und der Verein Denkmalpflege Königstein e.V. (Hochtaunuskreis)
Preis: Anerkennung und Urkunde, für das Engagement zum Erhalt des Objektes seitens des  Vereins und für die umfassende und vorbildliche Sanierung durch die Stadt

Preisträger:
Stiftung „Himmelsfels“
Burgsitz 1
34286 Spangenberg (Schwalm-Eder-Kreis)
Preis: Anerkennung und Urkunde, für die denkmalgerechte Sanierung eines der bedeutendsten Fachwerkbauten der Region als vorbildliches integratives Projekt für Langzeitarbeitslose und Jugendliche

Preisträger:
Karin Germeroth und Siegfried Manß-Germeroth
Schulstraße 3
37293 Herleshausen (Werra-Meißner-Kreis) 
Preis: Anerkennung und Urkunde, für den Einsatz zum Erhalt des historischen Ortsbildes   Herleshausen und die vorbildliche denkmalgerechte Sanierung ihrer Hofanlage

Preisträger:
Stiftung „Amtsgasse 32“
Amtsgasse 32
64832 Babenhausen (Landkreis Darmstadt-Dieburg)
Preis: Anerkennung und Urkunde, Für die behutsame Zurückführung auf einen früheren Zustand unter größtmöglicher Wahrung der originalen Bausubstanz 

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