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Forschungsförderung für Universität Marburg:

Weitere 21,7 Millionen Euro für LOEWE-Zentrum „Synmikro“

Das seit 2010 aufgebaute LOEWE-Zentrum „Synmikro“ an der Universität Marburg wird 2013 bis 2015 vom Land mit weiteren 21,7 Millionen Euro gefördert. Den Bewilligungsbescheid hat Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann dem geschäftsführenden Direktor des Zentrums, Prof. Dr. Bruno Eckhardt (Fachbereich Physik der Universität), heute bei einer Feier im Chemikum Marburg übergeben. Die Aufbauphase von 2010 bis 2012 war bereits mit der gleichen Summe aus dem Forschungsförderungsprogramm des Landes unterstützt worden.

„Der Forschungsstandort Marburg verfügt durch die enge Zusammenarbeit der Philipps-Universität mit dem Projektpartner, dem Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie, über eine hervorragende und breit gefächerte Forschungsexpertise auf dem Gebiet der Mikrobiologie“, sagte Ministerin Kühne-Hörmann. In dem LOEWE-Zentrum arbeiten Biochemiker, Physiker, Mathematiker, Bioinformatiker und Bioethiker interdisziplinär auf dem Gebiet der Synthetischen Mikrobiologie zusammen.

Die Entwicklung dieser Disziplin verspricht nicht nur neue Einsichten für die Grundlagenforschung, sondern auch völlig neue Lösungswege für Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wie die Behandlung von Krankheiten einer alternden Bevölkerung, die Bewältigung des Klimawandels und die nachhaltige Produktion biochemischer Substanzen. „Damit ist das Zentrum nicht nur innerhalb Deutschlands einmalig – auch in der internationalen Wissenschaftslandschaft gibt es bisher nur wenig Vergleichbares“, hob Kühne-Hörmann hervor.

Die Präsidentin der Philipps-Universität, Prof. Dr. Katharina Krause, sagte: „Das LOEWE-Zentrum hat in den wenigen Jahren seines Bestehens eine große Strahlkraft entfaltet. Es ist ein Glücksfall für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der Universität und dem Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie. Ich gratuliere den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu ihrer höchst erfolgreichen Aufbauarbeit.“

Ministerin Kühne-Hörmann wies auch darauf hin, dass inzwischen ein zur synthetischen Mikrobiologie inhaltlich komplementär angelegter Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit einem Volumen von gut sieben Millionen Euro in Marburg eingerichtet worden sei. Dort seien an 14 von insgesamt 15 Teilprojekten „Synmikro“-Mitglieder beteiligt.

Insgesamt ist die Universität Marburg an zwei LOEWE-Zentren und acht LOEWE-Schwerpunkten beteiligt, darunter federführend beim Zentrum „Synmikro“ und bei den Schwerpunkten „Tumor und Entzündung“ sowie „Linguistische Basiskategorien“. Alles in Allem werden dafür von 2008 bis 2015 LOEWE-Mittel von rund 55,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

In der LOEWE-Förderlinie 3 – Verbundprojekte mit kleinen und mittleren Unternehmen –ist die Universität zurzeit an zehn Projekten als Partner beteiligt. Sie kooperiert hier mit Unternehmen aus Mittel- und Südhessen, insbesondere in den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie, Materialtechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie. Die LOEWE-Förderung für diese zehn Verbundprojekte liegt bei knapp einer Million Euro.

Außerdem bewilligte das Ministerium der Universität 2009 im Rahmen der einmaligen, nicht-wettbewerblichen LOEWE-Förderlinie 4 (Struktur- und Entwicklungsmaßnahmen in Nord- und Mittelhessen) eine Anschubfinanzierung von zwei Millionen Euro für vier interdisziplinäre Forschungsvorhaben in den Schwerpunktfeldern „Neurowissenschaften“, „Kognitions- und Sprachforschung“, „Mikroorganismen und Infektionsbiologie“ und „Sicherheitsforschung“ (Laufzeiten 2009 bis 2012).

„Der Landesregierung ist es mit LOEWE gelungen, die hessische Wissenschaftslandschaft nachhaltig zu festigen, markante Profile zu bilden und die Wettbewerbsfähigkeit der Einrichtungen zu stärken. Sie steht daher uneingeschränkt zu diesem Erfolgsprojekt und stellt allein in dieser Legislaturperiode rund 410 Millionen Euro dafür zur Verfügung“, resümierte Ministerin Eva Kühne-Hörmann.

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