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Bologna-Prozess

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas als Bildungsstandort

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Eine Gruppe Studierender mit Mappen in den Händen.
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Im Juni 1999 unterzeichneten 29 europäische Bildungsminister die Bologna-Erklärung zur Schaffung eines europäischen Hochschulraums bis zum Jahre 2010 und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas als Bildungsstandort weltweit.

Die Minister bekräftigten in der Bologna-Erklärung ihre Absicht, folgende Punkte umzusetzen:

  • die Schaffung eines Systems leicht verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse
  • die Schaffung eines zweistufigen Systems von Studienabschlüssen (undergraduate/graduate)
  • die Einführung eines Leistungspunktesystems (nach dem ECTS-Modell)
  • die Förderung der Mobilität durch Beseitigung von Mobilitätshemmnissen
  • die Förderung der europäischen Zusammenarbeit durch Qualitätssicherung
  • die Förderung der europäischen Dimension in der Hochschulausbildung.

Überzeugt davon, dass die Schaffung eines europäischen Hochschulraums eine kontinuierliche Unterstützung, Beobachtung und Anpassung an die jeweilig anfallenden Bedürfnisse benötigt, entschieden die Minister, sich turnusgemäß alle zwei Jahre zu treffen, um Bilanz über die bisher erzielten Fortschritte zu ziehen und nächste Schritte zu beraten.

Seit 2001 finden daher alle zwei Jahre Treffen der Bildungsminister der Unterzeichnerstaaten in Prag, in Berlin, in Bergen, in London, in Leuven, Louvain-la-Neuve (von den Benelux-Ländern organisiert) und in Bukarest statt. 

Inzwischen gehören dem Bolognaraum 47 der 49 Europaratsstaaten an. Die nun laufende Dekade dient der Konsolidierung des Hochschulraums.