Duales Studium Hessen

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Cover der Broschüre Duales Studium in Hessen
Cover der Broschüre Duales Studium in Hessen
© HMWK

In Hessen gibt es bereits seit mehr als zehn Jahren duale Studiengänge. Hessen hat den Vorteil, durch private und öffentliche Hochschulen sowie Berufsakademien über eine außergewöhnliche Vielfalt an Anbietern und Angebotsformen im dualen Studium zu verfügen. Dies kommt dem Interesse der Unternehmen an passgenauen Lösungen entgegen und wird regionalen Besonderheiten besser gerecht. Als Reaktion auf die vielfältigen und wachsenden Anforderungen der modernen Berufs- und Arbeitswelt entstehen an den Hochschulen und Berufsakademien immer mehr Studienangebote, die eine Verbindung von Berufsausbildung oder intensiven Praxisphasen mit dem Hochschulstudium vorsehen. So wird den Studierenden auf hervorragende Weise eine Vernetzung von Studium und Praxis geboten. Außerdem stärkt das duale Studium die Zusammenarbeit der Hochschulen mit der Wirtschaft, was dem Technologietransfer umfassend zu Gute kommt.

Die Kampagne „Duales Studium Hessen“

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst initiierten 2008 die Kampagne „Duales Studium Hessen“, um Transparenz in die breite Palette an dualen Studienangeboten in Hessen zu bringen. Ziel ist, den Ausbau dieser innovativen Studienform zu fördern und sie bekannter zu machen - vor allem bei Unternehmen und Schülern. Auf der Internetseite www.dualesstudium-hessen.de finden Interessierte alle Informationen zu den hessischen Bildungsanbietern und eine Datenbank mit über 100 dualen Studienmöglichkeiten in Hessen.

Der Kriterienkatalog zum Dualen Studium Hessen

Eine vom Wissenschaftsministerium eingerichtete Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern von Hochschulen, Berufsakademien, Wirtschaftsverbänden sowie der beiden Ministerien hat im September 2010 einen Kriterienkatalog für die Dachmarke „Duales Studium Hessen“ (PDF, 81KB) vorgestellt. Somit wurden erstmals klare Anforderungen festgeschrieben. Beispielsweise sind der Wechsel zwischen Studien- und Praxisphasen und die Inhalte der Praxisphasen in Grundzügen in einem Vertrag zwischen Hochschule und Bildungsanbieter festzuhalten. Außerdem muss der Praxisanteil mindestens 30 Prozent der gesamten Ausbildungs- und Studiendauer ausmachen. Dies trägt insgesamt zur Schärfung des Profils, zur Verbesserung der Angebotsstruktur und zu einer höheren Qualität des dualen Studiums in Hessen bei.

Zahl der dual Studierenden soll bis 2020 verdoppelt werden

Die Weichen für den weiteren Ausbau des Programms wurden beim Kongress zum "Dualen Studium Hessen" am 27. August 2013 gestellt: der damalige Wirtschaftsminister Florian Rentsch, die damalige Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann, die damalige Kultusministerin Nicola Beer und Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHK unterzeichneten eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) (PDF, 461 KB) mit dem Ziel, bis 2020 die Zahl der dual Studierenden in Hessen auf rund 8.000 zu verdoppeln.
In neu eingerichteten Informationsbüros bieten die zehn hessischen Industrie- und Handelskammern künftig hessenweit eine anbieterneutrale und unabhängige Beratung zum dualen Studium für Unternehmen und Studieninteressierte an. Die regionale Verankerung soll dazu beitragen, Angebot und Nachfrage im dualen Studium zusammenzuführen.