Duales Studium Hessen

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Cover der Broschüre Duales Studium in Hessen
Cover der Broschüre Duales Studium in Hessen
© HMWK

In Hessen gibt es bereits seit fast fünfzehn  Jahren duale Studiengänge. Hessen hat den Vorteil, durch private und öffentliche Hochschulen sowie Berufsakademien über eine außergewöhnliche Vielfalt an Anbietern und Angebotsformen im dualen Studium zu verfügen. Dies kommt dem Interesse der Unternehmen an passgenauen Lösungen entgegen und wird regionalen Besonderheiten besser gerecht. Als Reaktion auf die vielfältigen und wachsenden Anforderungen der modernen Berufs- und Arbeitswelt entstehen an den Hochschulen und Berufsakademien immer mehr Studienangebote, die eine Verbindung von Berufsausbildung oder intensiven Praxisphasen mit dem Hochschulstudium vorsehen. So wird den Studierenden auf hervorragende Weise eine Vernetzung von Studium und Praxis geboten. Außerdem stärkt das duale Studium die Zusammenarbeit der Hochschulen mit der Wirtschaft, was dem Technologietransfer umfassend zugutekommt.

Die Kampagne „Duales Studium Hessen“

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Wohnen und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst initiierten 2008 die Kampagne „Duales Studium Hessen“, um Transparenz in die breite Palette an dualen Studienangeboten in Hessen zu bringen. Ziel ist, den Ausbau dieser innovativen Studienform zu fördern und sie bekannter zu machen - vor allem bei Unternehmen und Schülern. Auf der Internetseite www.dualesstudium-hessen.de finden Interessierte alle Informationen zu den hessischen Bildungsanbietern und eine Datenbank mit fast 130 dualen Studienmöglichkeiten in Hessen.

Der Kriterienkatalog zur Dachmarke Duales Studium Hessen

Grundlage der Dachmarke „Duales Studium Hessen“ ist ein Kriterienkatalog, den eine vom Wissenschaftsministerium eingerichtete Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern von Hochschulen, Berufsakademien, Wirtschaftsverbänden sowie der beiden Ministerien bereits im September 2010  formuliert hat. Dieser Kriterienkatalog wurde von den Partnern am 21.09.20210 unterschrieben; 2015 haben die Partner diese Kriterien in einer erneuten Erklärung bestätigt.

Somit wurden  klare Anforderungen als gemeinsames Qualitätsversprechen festgeschrieben. Beispielsweise sind der Wechsel zwischen Studien- und Praxisphasen und die Inhalte der Praxisphasen in Grundzügen in einem Vertrag zwischen Hochschule und Bildungsanbieter festzuhalten. Außerdem muss der Praxisanteil mindestens 30 Prozent der gesamten Ausbildungs- und Studiendauer ausmachen. Dies trägt insgesamt zur Schärfung des Profils, zur Verbesserung der Angebotsstruktur und zu einer höheren Qualität des dualen Studiums in Hessen bei.

Qualitätskriterien für Praxisphasen

Ergänzt wird der Kriterienkatalog seit 2019 durch die „Qualitätskriterien für die Verzahnung zwischen Theorie und Praxis“, die von den beteiligten Hochschulen, Berufsakademien, drei Ministerien und der hessischen IHK gemeinsam erarbeitet wurden. Sie legen Standards für die folgenden Bereiche fest: Ziele der Praxisphasen, Mitwirkung an Praxisprojekten, Betreuung in den Praxisphasen, Ausstattung und Eignung des Praxispartners, Arbeitsbelastung und Freistellung der Studierenden, Bachelor-Thesis, Hinweise zu den Studienformaten sowie Qualitätssicherung und Weiterentwicklung. Die detaillierten Anforderungen und Ziele der Praxisphasen sind in den akkreditierten Studien- und Prüfungsordnungen sowie in den Modulhandbüchern der Bildungsanbieter definiert. Bei Fragen können sich die Praxispartner stets mit den Hochschulen und Berufsakademien in Verbindung setzen.

Gemeinsame Erfolge mit starken Partnern

Hinter der Marke „Duales Studium Hessen“ mit ihrem roten Logo steht ein starkes Netzwerk aus Ministerien, Wirtschaft und Wissenschaft. Das Hessische Wirtschaftsministerium und das Hessische Wissenschaftsministerium unterstützen und begleiten den Ausbau von dualen Studienangeboten in Hessen durch die Hochschulen und Berufsakademien. Neben der Beratung durch die Bildungsanbieter informieren das Hessische Kultusministerium, die hessischen Industrie- und Handelskammern sowie die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen von Studien- und Berufsorientierung anbieterneutral über das „Duale Studium Hessen“. So werden Studieninteressierte, deren Eltern und auch Unternehmen von den Netzwerkpartnern optimal informiert und beraten.

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