Zahl der Woche

73

Eine verschollen geglaubte Elfenbeindose ist nach 73 Jahren zurück in der Museumslandschaft Hessen Kassel.

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Elfenbeindose
Die Dose mit einer geschnitzten Landschaftsdarstellung und einem von Engeln flankierten bekrönten Spiegelmonogramm auf dem Deckel zählt zu den herausragenden Elfenbeinarbeiten des frühen 18. Jahrhunderts in der Kasseler Sammlung.
© Museumslandschaft Hessen Kassel

Eine seit dem Zweiten Weltkrieg vermisste Elfenbeindose der Museumslandschaft Hessen Kassel ist nach 73 Jahren wieder zurück in Kassel. Wie sich nun herausstellte, fand der Amerikaner Robert Edward Slicker sie 1945 in einer Schneeverwehung neben den Ruinen von Schloss Wilhelmshöhe und bewahrte sie ein Leben lang auf. Nach seinem Tod wandte sich seine Tochter im Februar 2017 an die Deutsche Botschaft in Washington, um die Elfenbeindose nach 73 Jahren zurückzugeben. Ein Vertreter des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst hat sie vergangene Woche entgegengenommen.

Umfangreiche Recherchen

Der Rückgabe gingen Recherchen voraus: In der Museumslandschaft Kassel fand man zunächst keine historische Fotografie der Dose, konnte sie aber anhand der Inventareinträge von 1791 und 1913 identifizieren. Zudem ist die Dose in einer Aufstellung der Kriegsverluste der Museumslandschaft vermerkt. Dort findet sich auch der Hinweis „Altes Photo vorhanden“, dank dessen diese Fotografie im Archiv ausfindig gemacht werden konnte. Anhand des Vergleichs dieser Fotografie mit den Fotografien der Dose von heute war die Identifikation zweifelsfrei möglich.

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