Goethe-Universität Frankfurt

Eine Universität im baulichen Wandel

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Blick auf das IG-Farben-Haus, ein Denkmal der Weltarchitektur.
Blick auf das 1928-1931 nach Plänen von Hans Poelzig gebaute IG-Farben-Haus - heute Hauptgebäude der Goethe-Universität auf dem Campus Westend.
© Goethe-Universität Frankfurt

Ausgangslage

Die 1914 als Stiftungsuniversität gegründete Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main ist eine der fünf größten Hochschulen Deutschlands und gehört zu den zehn forschungsstärksten Universitäten Deutschlands. Acht Träger des höchstdotierten deutschen Wissenschaftspreises, des Leibniz-Preises, zwei davon überdies Träger des international renommierten Balzan-Preises, zählen zu ihren Professoren. Mit Prof. Peter Grünberg erhielt 2007 ein ehemaliger Student der Universität Frankfurt den Nobelpreis für Physik. Die Hydrologin Prof. Petra Döll war maßgeblich an den Arbeiten beteiligt, für die der Weltklimarat mit dem Friedensnobelpreis 2007 ausgezeichnet wurde.

Die Universität beschäftigt etwa 5.108 haupt- und nebenberuflich wissenschaftliche Mitarbeiter (davon 585 Professuren). 2013 betrug die Zahl der Studierenden rund 44.332.
Die Landesregierung hat die Umwandlung der Goethe-Universität Frankfurt am Main in eine rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts zum 1. Januar 2008 beschlossen. Die Goethe-Universität hat damit größtmögliche Autonomie im Hochschulbereich erlangt und unterscheidet sich dadurch wesentlich von anderen Reformansätzen, die lediglich eine Änderung der Trägerschaft zur Folge haben. Das Land beteiligte sich an der Schaffung des Grundstockvermögens für die Stiftungsuniversität in Höhe von einmalig 20 Millionen Euro und signalisierte der Bürgergesellschaft zugleich, in Anknüpfung an die Gründertradition, die Öffnung der Universität Frankfurt für die institutionalisierte Mitwirkung von Stiftern und Stifterinnen. Darüber hinaus wird das Land im Rahmen so genannter „matching funds“ zugunsten der Universität weitere Mittel zur Verfügung stellen. Der Universität Frankfurt wird damit finanziell wie auch organisatorisch ein bundesweit einmaliges Maß an Autonomie gewährt, die im Wettbewerb der Hochschulen untereinander so entscheidenden Themen wie Berufungen, Qualitätsmanagement oder Studierendenauswahl in eigener Regie zu gestalten.

Bauliche Entwicklungsziele

Die Goethe-Universität wird derzeit de facto neu errichtet. Ihre Standortneuplanung entspricht der Strategie des Ausbaus universitärer Schwerpunkte:
• der Campus Westend als Zentrum der Geistes- und Sozialwissenschaften,
• der Campus Riedberg als naturwissenschaftlicher Fächerverbund,
• der Campus Niederrad als Standort der Hochschulmedizin
Im Zuge der Standortneuordnung der Universität wird der heutige Campus Bockenheim vollständig aufgegeben.

Die Standortneuordnung, die sich bereits seit 2004 in Realisierung befindet, umfasst ein Gesamtvolumen von mehr als einer Milliarde Euro (Campus Westend und Campus Riedberg).

Heureka und Hochschulbauprogramme

Im Rahmen von HEUREKA ist ein Orientierungswert von rund 550 Millionen Euro für die Goethe-Universität sowie 200 Millionen Euro für die Hochschulmedizin (2007 geschätzter Bedarf) für bauliche Sanierungs- und Erweiterungsvorhaben vorgesehen.
Im Rahmen des Konjunkturpaketes II des Bundes erhielt die Universität Frankfurt rund sechs Millionen Euro für die Teilsanierung der Sportwissenschaften an der Ginnheimer Landstraße.
Im Rahmen des Hochschulpakts 2020 (HSP 2020) werden der Goethe-Universität Frankfurt insgesamt rund 19 Millionen Euro zusätzlich durch Bund und Land zur Verfügung gestellt, um die bauliche Infrastruktur kurzfristig den stark erhöhten Studierendenzahlen anzupassen.

Baufortschritt auf einen Blick

Campus Westend:
• Neubau House of Finance
• Neubau Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften
• Neubau Hörsaalzentrum
• Neubau Anbau Casino
• Herrichtung einer Kindertagesstätte
• Neubau Psychologie, Erziehungswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften (PEG) und Präsidium und Administration (PA)
• Neubau Exzellenzcluster „Die Herausbildung Normativer Ordnungen“
• Neubau Wohnheimkomplex Hansaallee 141 in Kooperation mit dem Studentenwerk Frankfurt
• Neubau eines Seminargebäudes (HSP 2020)
• Neubau eines Seminarpavillons (HSP 2020)

Campus Riedberg:
• Neubau Physik
• Neubau Geowissenschaften
• Neubau Werkstattzentrale
• Neubau Biologie
• Neubau Exzellenzcluster Makromolekulare Komplexe
• Neubau Hörsaalgebäude, Bereichsbibliothek und Cafeteria (Infrastrukturzentrum)
• Neubau einer Kindertagesstätte
• Herstellung von Praktikumsräumen (HSP 2020)

Campus Niederrad:
• Sanierung Bettenhaus mit Sockelgeschossen und Erweiterungsbau Ost – Haus 23
• Sanierung Forschungs- und Laborgebäude – Haus 74/75
• Teilsanierung der Gebäude HNO / Augen – Häuser 7/8
• Neubau Forschungs- und Laborgebäude – Haus 25
• Neubau Südliche Erweiterungsbauten Haus 23 (23 D, 21 A + B)
• Neubau Wirtschaftsgebäude (Küche, Zentrallager, Wirtschaftshof)
• Neubau Medicum (Hörsaal, Lehr-, Lern- und Prüfungszentrum)
• Erweiterungsneubau Zentrale Forschungseinrichtung
• Neubau Exzellenzcluster “European Cardiovascular Science Center Frankfurt”
• Neubau Pädiatrisches Zentrum für Stammzelltransplantation und Zelltherapie

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