Hochschule Geisenheim University

Grüne Hochschule mit starker Forschungsorientierung

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Das sanierte Gebäude der Phytomedizin.
Das sanierte Gebäude der Phytomedizin.
© Hochschule Geisenheim

Ausgangslage

Auf der Grundlage des Gesetzes zur Änderung des Hessischen Hochschulgesetzes und anderer Vorschriften vom 26. Juni 2012 wurden die Forschungsanstalt Geisenheim am Rhein und der Fachbereich Geisenheim der Hochschule RheinMain mit Wirkung vom 1. Januar 2013 in die Hochschule Geisenheim University umgewandelt. In Umsetzung der Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Differenzierung der Hochschulen wurde damit erstmals eine Hochschule neuen Typs in staatlicher Trägerschaft gegründet.
Die Hochschule Geisenheim University bildet wissenschaftlichen Nachwuchs heran, indem sie grundlegende und anwendungsorientierte Lehre und Forschung vermittelt. Sie fördert die Erschließung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Praxis, insbesondere durch Beratung. Sie besitzt nach Maßgabe von Paragraph 4 Absatz 4 Hessisches Hochschulgesetz das Promotionsrecht.
Die Hochschule Geisenheim University gilt bundesweit als erstes Beispiel für „die Erprobung von neuen Hochschultypen und -formaten jenseits von Universitäten und Fachhochschulen“ (Wissenschaftsrat Drucksache 2679-12 vom 09.11.2012). Als Themenhochschule des Wein- und Gartenbaus sowie der Getränketechnologie und der Landschaftsarchitektur entspricht sie dem Leitbild einer „grünen Hochschule“ mit starker Forschungsorientierung und einer dezidiert forschungsbasierten Lehre.
2013 studierten hier 1.209 Studierende in fünf Bachelor- und sechs Masterstudiengängen, betreut von 175 haupt- und nebenberuflichen wissenschaftlichen Mitarbeitern (davon 29 Professuren).

Campus Geisenheim

Die Hochschule nutzt etwa 90 Gebäude(-teile) im westlichen Teil der Stadt Geisenheim. Den historischen Kern der Hochschule bilden das Areal um das Verwaltungsgebäude von 1871 sowie ein zeitgleich entstandener Park mit mehreren Denkmälern und einer Sammlung seltener exotischer Bäume. Hinzu kommen weitere Institutsgebäude, die Aula aus dem 19. Jahrhundert, das historische „Handwerkerhaus“ im Park, das Pavillongebäude mit Hörsaal sowie das Ende der 1990er Jahre fertiggestellte Mensa-, Bibliotheks- und Hörsaalgebäude.
Die Institutsgebäude liegen westlich der Von-Lade-Straße und sind über eine Brücke von dem Verwaltungsgebäude aus erreichbar. Hier befinden sich auch die Gewächshäuser, die von den Instituten für Gartenbau und Biologie genutzt werden. Die Fachgebiete Weinbau und Kellerwirtschaft sind in der Blaubachstraße untergebracht. Diese Liegenschaft wurde in den 1980er Jahren saniert und den damals aktuellen technischen und wissenschaftlichen Erfordernissen angepasst. Südlich der Bahnlinie liegt die Villa Monrepos mit der umgebenden Parkanlage. Sie wurde 1873 als Altersruhesitz des Freiherrn von Lade fertig gestellt. Heutiger Nutzer ist die Hochschule mit den Studiengängen Landschaftsarchitektur und Gartenbau. Der Hochschule gehören darüber hinaus mehrere einzelne Gebäudekomplexe an der Rüdesheimer Straße. Südlich der Bahnlinie, an der Brentanostraße, befindet sich das Fachgebiet Technik. Etwas außerhalb, am Eibinger Weg, ist das Fachgebiet Rebenzüchtung und Rebenveredelung untergebracht. Die Gebäudesubstanz stammt aus den 1930er Jahren In den 1980er und 1990er Jahren wurden Gewächshäuser und das Technikum Rebenveredlung ergänzt.

Bauliche Entwicklungsziele

Am Hochschulstandort Geisenheim wird eine Konzentration der Lehr- und Forschungsflächen im Kerngebiet nördlich der Bahnlinie angestrebt.
Mit der Übergabe des Zentralen Institutsgebäudes (ZIG) im März 2009 wurde ein weiterer Schritt der Konzentrierung von Forschungs- und Lehraktivitäten in Geisenheim verwirklicht. Die Laborkapazität der Institute für Biologie, Önologie und Getränkeforschung und Gartenbau wurde im Zentralen Institutsgebäude konzentriert. Die Laborräume erlauben hochrangige Forschung und Lehre gemäß internationalem Standard.
2007 wurde im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst ein Gutachten für die bauliche Entwicklungsplanung der Hochschule RheinMain an den Standorten Wiesbaden, Rüsselsheim und Geisenheim erstellt. Darauf basierend wurde für den Standort Geisenheim ein städtebauliches Entwicklungskonzept erarbeitet und 2009 fertig gestellt. Dies ist Grundlage für eine angestrebte städtebauliche Neuordnung des Gesamtareals der Hochschule.

HEUREKA und Hochschulbauprogramme

Für rund 6,1 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II des Bundes wurden energetische und brandschutztechnische Bauvorhaben an den bestehenden Gebäuden durchgeführt. Das größte Bauprojekt war die Sanierung der Phytomedizin in unmittelbarer Nähe zum Zentralen Instituts- und Laborgebäude.

Baufortschritt

  • Neubau eines Gär- und Sensorikzentrums und Schaffung von Praktikumsflächen (HSP 2020)