Campus Lebenswissenschaften

Fächerschwerpunkt mit internationaler Spitzenstellung

bfs_jlu_franz_moeller.jpg

Biomedizinisches Forschungszentrum Seltersberg (BFS) der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Biomedizinisches Forschungszentrum Seltersberg (BFS) der Justus-Liebig-Universität Gießen.
© Justus-Liebig-Universität Gießen / Franz Möller

Ausgangslage

Mit den Fachbereichen Medizin, Veterinärmedizin, allen Naturwissenschaften sowie Agrar-, Ernährungs- und Umweltwissenschaften sind die Lebenswissenschaften am Heinrich-Buff-Ring versammelt.
Der Fachbereich 07 vereint mit Mathematik und Informatik, Physik und Geographie ein breites Spektrum naturwissenschaftlicher Disziplinen und findet Anerkennung weit über die Universitätsgrenzen hinaus. Aus einer Initiative des Fachbereichs ist das weltweit erste interaktive Mathematikmuseum, das „Mathematikum", entstanden. Es präsentiert neue Wege in Lehre, Forschung und Weiterbildung.

Gießen kann ohne Zweifel als eine der Geburtsstätten der modernen Chemie bezeichnet werden. In fast drei Jahrzehnten seiner Lehr- und Forschungstätigkeit legte Justus Liebig, der von 1824 bis 1852 in Gießen wirkte, grundlegende Werke zur Organischen und Anorganischen Chemie, zur Agrikulturchemie und zur Physiologie vor. Drei nationale und internationale Graduiertenkollegs prägen das Profil im Bereich der Biologie. Enge Kooperationen mit Arbeitsgruppen im In- und Ausland sorgen für regen wissenschaftlichen Austausch auf allen Ebenen.

Die Sicherstellung der weltweiten Nahrungsversorgung und einer gesunden Ernährung stehen im Mittelpunkt von Forschung und Lehre aller am Fachbereich Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement vertretenen Teildisziplinen. Von der Primärproduktion über die Weiterverarbeitung der Nahrungsmittel bis hin zur Entwicklung umweltgerechter Landnutzungs- und Stoffstromsysteme reicht die Palette der aus naturwissenschaftlicher und ökonomischer Sicht bearbeiteten Fragestellungen.

An der Frankfurter Straße ist der Fachbereich Veterinärmedizin, als eine der ältesten tierärztlichen Bildungsstätten in Deutschland (seit 1777), untergebracht. Mit anderen Bereichen der Lebenswissenschaften prägt die Veterinärmedizin heute das Profil der Universität Gießen entscheidend mit. Seit 1914 ist die Veterinärmedizin eine eigene Fakultät mit Sitz in einem zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandenen Gebäudekomplex, der mit seinen denkmalgeschützten Jugendstilbauten noch heute den Campusbereich prägt. Um der weiteren Modernisierung von Lehre und Forschung in der Veterinärmedizin Rechnung zu tragen, sind wichtige Neubauten bereits fertig gestellt (Biomedizinisches Forschungszentrum), im Bau (Kleintier- und Vogelklinik) oder in Planung (Fleischhygiene, Pferdeklinik).

Bauliche Entwicklungsziele

Das Planungsgebiet für einen Lebenswissenschaftlichen Campus enthält Potentiale zur Ergänzung und Verdichtung für die einzelnen Forschungsbereiche. Bereits im Mai 2008 wurde ein städtebaulicher Ideenwettbewerb für den Bereich am Heinrich-Buff-Ring entschieden. Aus der Überarbeitungsphase für die Realisierung des Neubaus der Chemie ging das Architekturbüro Gerber Architekten aus Dortmund erfolgreich hervor. Der Gebäudekomplex mit Lehr- Forschungs- und neuen Hörsaalflächen geht im Jahr 2014 in Betrieb. Der Standort erhält damit exzellente Voraussetzungen, um den Wettbewerb um Studierende, Wissenschaftler und Drittmittel für Forschung und Lehre auch in Zukunft erfolgreich meistern zu können.

Im Dezember 2008 hat das Exzellenzcluster „Cardio-Pulmonary System“ (ECCPS) seinen Betrieb aufgenommen, das der Gießener Lebenswissenschaft eine internationale Spitzenstellung verschafft. Der Neubau des Biomedizinischen Forschungszentrums am Seltersberg wurde Anfang des Jahres 2011 den Nutzern durch Ministerpräsident Volker Bouffier feierlich übergeben. Als Ausgleich für die im inzwischen privatisierten Universitätsklinikum wegfallenden Forschungsflächen wird derzeit der Neubau eines Forschungsgebäudes Medizin errichtet und die „Alte Chirurgie“ für das Dekanat und Lehrflächen saniert.

Schließen