Campus Holländischer Platz

Ausbau zum naturwissenschaftlich-mathematischen Campus

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Panoramabild des Campus Holländischer Platz.
Panoramabild des Campus Holländischer Platz.
© Universität Kassel / Paavo Blåfield

Ausgangslage

Der Ausbau des Campus Nord ist ein zentraler Bestandteil des Landesinvestitionsprogramms HEUREKA an der Universität Kassel. Mittelfristig sollen der naturwissenschaftlich-mathematische Campus in Kassel-Oberzwehren aufgegeben und die entsprechenden Einrichtungen auf dem Campus am Holländischen Platz angesiedelt werden. Das Vorhaben impliziert eine Neustrukturierung des etwa 8,5 Hektar großen Areals. Gegenstand des 2008 durchgeführten Wettbewerbs war daher die Entwicklung einer städtebaulichen, freiraumplanerischen und architektonischen Konzeption zur Erweiterung des Campus der Universität Kassel am Standort Holländischer Platz.

Neben einer Konzeption für die städtebauliche Struktur und für die Freiräume sowie verschiedene Umnutzungsvorhaben umfasste der Wettbewerb auch hochbauliche Entwürfe für drei Neubauten des ersten Bauabschnitts - die Mensa-Erweiterung, das Hörsaal- und Campus-Center sowie den Neubau für den Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung.
Mit dem ersten Preis wurde das Konzept des Berliner Teams raumzeit Architekten und K1 Landschaftsarchitektur ausgezeichnet. Den zweiten Preis erhielt die Arbeitsgemeinschaft des Architekturbüros Augustin und Frank (Berlin) mit dem Landschaftsarchitekturbüro Manfred Karsch (Berlin), die mit der Realisierung der Mensa-Erweiterung beauftragt wurden.

Bauliche Entwicklungsziele

Die Stärken des bestehenden Kasseler Universitäts-Campus liegen in seiner innerstädtischen Lage, der hohen Dichte, der funktionalen Mischung und durchaus auch in einer gewissen „Heimeligkeit“. Auf der städtebaulichen Ebene besteht bei einer Gesamtbetrachtung des Campus im Zusammenhang mit der Erweiterung auf das Nordgelände die Chance, den Zusammenhang von Universität und Stadt neu zu definieren. Die Öffnung des Campus zu dem Quartier und zur Nordstadt ist ein vorrangiges Ziel bei der Erweiterung und Neustrukturierung des Standorts, um seiner Funktion als „Auftakt zur Nordstadt“ gerecht zu werden. Die innovativen Entwürfe für die Neubauten des ersten Bauabschnitts, die sich spannungsvoll und dennoch harmonisch zu einem Ensemble fügen, zeigen, dass trotz unterschiedlicher architektonischer Ansätze eine städtebauliche Gesamtkonzeption möglich ist. Diese Konzeption wird für die Entwicklung der Universität in Kassel zu einer Campusuniversität zukunftsweisend sein. Die vorgesehene Bebauung bedeutet eine historische Entscheidung im Hinblick auf die umgebende Stadt(teil)entwicklung. Begleitet wird dies durch Neubauvorhaben des Studentenwerks für ein Studierendenwohnheim und eine Kindertagesstätte. Aktuell kann durch zusätzliche Mittel im Rahmen des Hochschulpakts 2020 (HSP 2020) der Neubau eines studentischen Lernzentrums / Lerncafés (HSP 2020) auf dem zukünftigen zentralen Platz des Campus umgesetzt werden. Damit kann die Infrastruktur für die Studierenden noch attraktiver gestaltet werden die wesentlichen Inhalte des Masterplans nehmen konkret Gestalt an.

Mit der Aufstockung eines Geschosses auf dem Gebäude der Ingenieurwissenschaften (HSP 2020) kann auch der notwendigen bauliche Infrastruktur dieses Fachbereichs Rechnung getragen werden.

Die Ziele von HEUREKA, eine sinnvolle Konzentration von Hochschuleinrichtungen verbunden mit einer klar erkennbaren Profilbildung der Hochschule zu unterstützen, werden durch das Campusprojekt vorbildlich umgesetzt.

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