Campus Kunsthochschule

Denkmalgeschützte Gebäudeensembles werden saniert

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Das Gebäude der Kunsthochschule Kassel in der Menzelstraße.
Das Gebäude der Kunsthochschule Kassel an der Menzelstraße.
© Universität Kassel / Paavo Blåfield

Ausgangslage

Die heutige Kunsthochschule Kassel entstand durch die Fusion der ehemaligen Werkkunstschule mit der Werkakademie im Jahr 1970. Beide waren zuvor an verschiedenen Standorten untergebracht.
Die Kunsthochschule ist räumlich in Ersatzbauten für die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kunstakademie zusammengeführt worden. Diese von dem Architekten Paul Posenenske zwischen 1960 und 1969 im Stil der klassischen Moderne errichteten Gebäude am Rande der Karlsaue (Menzelstraße) stehen heute unter Denkmalschutz.

Inzwischen ist ein zusammenhängendes Gebäudeensemble entstanden. Gemeinsame Nutzungen mit anderen Fachbereichen (zum Beispiel als zentrale Lehrflächen oder Mensa) sind aufgrund der größeren Entfernung zum zentralen Universitätscampus am Holländischen Platz jedoch nur sehr eingeschränkt möglich.
Anfang der 1990er Jahre wurden die drei Organisationseinheiten Bildende Kunst, Kunstpädagogik und Kunstwissenschaft, Visuelle Kommunikation und Produkt Design zu einem Fachbereich Kunst (FB 20) zusammengefasst, um den künstlerischen Austausch zu fördern und die Autonomie der Kunsthochschule gegenüber der Universität Kassel zu stärken.

Bauliche Entwicklungsziele

Die Gebäude der Kunsthochschule Kassel an der Karlsaue sind zwar in großen Teilen sanierungsbedürftig, aber gleichwohl für ihre Nutzung in hohem Maße geeignet, weil sie in den 1960er Jahren speziell als Kunsthochschule konzipiert wurden.
Die Besonderheiten des denkmalgeschützten Gebäudeensembles sollen erhalten bleiben und die notwendigen Sanierungen sukzessive umgesetzt werden. Für die spezifischen Inhalte der Lehre soll ein adäquates und modernes Lehr- und Lernumfeld geschaffen werden. Es besteht ein Bedarf bei Verpflegungs- und Ausstellungsflächen, dessen Realisierung überprüft werden soll.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Auestadion befindet sich auch das Institut für Sport und Sportwissenschaften, welches aktuell in einem Neubau am Standort Damaschkestraße zusammengeführt wurde. Für knapp 4,5 Millionen Euro leistet das Gebäude mit seiner attraktiven Ausstattung neben den Lehrflächen und einer Bereichsbibliothek auch mit einem „Kraftraum“ einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Verbesserung der Studienbedingungen.

Im Rahmen des Konjunkturpakets II des Bundes konnten für die energetische Ertüchtigung der Kunsthochschule rund 4,1 Millionen Euro bereitgestellt werden.

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