Hochschule Fulda

Von der Kasernenanlage zum modernen Hochschulcampus

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Campus der Hochschule Fulda.
Campus der Hochschule Fulda.
© Werbeagentur creart

Ausgangslage

Die Hochschule Fulda wurde 1974 als fünfte staatliche Fachhochschule des Landes Hessen eingerichtet. Trotz des zügigen Ausbaus auf zurzeit acht Fachbereiche mit 30 Studiengängen ist die Hochschule überschaubar geblieben. Rund 706 haupt- und nebenberuflich wissenschaftliche Mitarbeiter (davon 140 Professuren) und etwa 7.096 Studierende (Stand 2013) profitieren von den kurzen Wegen innerhalb der Hochschule.

Das Gelände, am Rande des Zentrums in der Nähe zur Autobahn gelegen, war bis 1998 zum Teil vom Bundesgrenzschutz genutzt worden. Mit dem Fall der innerdeutschen Grenze eröffnete sich die Möglichkeit, einen Teil der Bundesgrenzschutzkaserne als Entwicklungsfläche zu erwerben – es entstand ein Komplex, der das Potential hat, sich zu einem zukunftsfähigen, zusammenhängenden Campus mit hoher Aufenthaltsqualität zu entwickeln.

Bauliche Entwicklungsziele

Die Bereiche Studieren, Lernen, studentisches Leben, Information und Kommunikation sollen zeitgemäß funktional verzahnt werden, um Studierenden und Lehrenden beste Arbeitsbedingungen zu bieten. Diese Leitidee wurde bereits 2008/2009  in einem Ideen- und Realisierungswettbewerb konkretisiert. Die Anbindung der Hochschule an die Kernstadt sollte stärker herausgearbeitet werden. Damit kam der Planung des Campus und seiner Vernetzung mit den unmittelbar umgebenden Strukturen und der Kernstadt eine große Bedeutung für die bauliche Entwicklung zu. Ein in sich funktionierendes Campusgelände ist dabei im gesamtstädtischen Kontext von besonderer Bedeutung.

Die Entscheidung im Architektenwettbewerb zum Neubau der Hochschul- und Landesbibliothek, zentraler und publikumsnaher Einrichtungen sowie die Gestaltung der Außenanlagen trug diesem Leitbild Rechnung. Der Neubau der Hochschul- und Landesbibliothek und der Mensa mit angeschlossener offener Cafeteria und dem StudentService-Center hat im Zusammenhang einer nachhaltigen Quartiersentwicklung für den gesamten Campus eine ganz besondere Bedeutung. Die neuen Gebäude der Hochschule zeigen sich nun klar identifizierbar, repräsentativ und selbstbewusst auf dem Hochschulcampus.

Die Realisierung verleiht dem Campus einen neuen Mittelpunkt – als zentraler kommunikativer Treffpunkt der Hochschule, inhaltlich wie örtlich. Das Projekt steht aber auch für ein neues Selbstbewusstsein der Hochschule und deren Sichtbarkeit über die Architekturqualität und in der Gestaltung der Freiräume.

HEUREKA und Hochschulbauprogramme

Für die Hochschule Fulda ist im Rahmen von HEUREKA ein Orientierungswert von rund 40 Millionen Euro (2007 geschätzter Bedarf) für Sanierungen und bauliche Erweiterungen vorgesehen. Durch das Konjunkturpaket II des Bundes konnten für die energetische Ertüchtigung des Gebäudebestands der Hochschule rund 5,6 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt werden.

Im Rahmen des Hochschulpakts 2020 (HSP 2020) werden der Hochschule Fulda insgesamt rund 13,8 Millionen Euro zusätzlich durch Bund und Land zur Verfügung gestellt, um die bauliche Infrastruktur kurzfristig den stark erhöhten Studierendenzahlen anzupassen.

Baufortschritt auf einen Blick

  • Neubau Hochschul- und Landesbibliothek, Mensa
  • Neubau Labor- / Seminargebäude Moltkestraße (HSP 2020)
  • Aufstockung Gebäude E (HSP 2020)