Hessen will durch Investitionen sein Forschungsprofil weiter schärfen

Zu den Schwerpunkten hessischer Landespolitik zählt die Förderung von Bildung, Forschung und Wissenschaft. Investitionen in diesen Bereichen betrachtet die Landesregierung als wichtigste Zukunftsinvestition. Hessische Forschungspolitik will den Forschungsstandort Hessen fördern und verlässliche Rahmenbedingungen für Hochschulen und außeruniversitäre Institute schaffen.

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Eine junge Frau arbeitet in einem Labor - © kasto / Fotolia.com
Eine junge Frau arbeitet in einem Labor
© kasto / Fotolia.com

Forschungsförderung erfolgt vorwiegend in Form der institutionellen Förderung der Hochschulen auf Basis einer leistungsbezogenen Budgetierung. Im so genannten Erfolgsbudget werden Leistungen in der Forschung mit Prämien honoriert und berücksichtigt.

Darüber hinaus werden profilierende Entwicklungsvorhaben und Schwerpunktsetzungen an den Hochschulen aus dem Innovations- und Strukturentwicklungsbudget finanziert. Diese Mittel wurden im Hochschulpakt zwischen der Landesregierung und den Hochschulen verhandelt. Sie werden auf Antrag der Hochschulleitungen, üblicherweise im Rahmen von Zielvereinbarungen und gegebenenfalls nach einer externen Begutachtung, vergeben.

Mit dem Ziel, die Profilbildung der hessischen Forschungseinrichtungen zu stärken und die Vernetzung der hessischen Hochschulen untereinander sowie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen beziehungsweise der ortsansässigen Industrie zu fördern, legte die hessische Landesregierung im Jahr 2007 die Landesoffensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) als eigenes Landesexzellenzprogramm auf.

Im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen wurden von 2006 bis 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro Fördermittel vergeben. Hessische Hochschulen konnten in diesem Wettbewerbsverfahren bereits Erfolge verbuchen. Im Juni 2009 haben Bund und Länder die Verlängerung des Förderprogramms beschlossen. In den Jahren 2011 bis 2017 sind hierfür Fördermittel in Höhe von 2,7 Milliarden Euro vorgesehen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf den Seiten zur Exzellenzinitiative.

Neben den Hochschulen prägen eine Reihe von außeruniversitären Forschungseinrichtungen die hessische Forschungslandschaft. Die Förderung dieser Einrichtungen erfolgt auf Basis einer institutionellen Förderung, wobei erklärtes Ziel der Landespolitik eine möglichst enge Vernetzung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit den Universitäten des Landes und eine deutliche Stärkung dieses Bereichs ist.

Die Förderung der außeruniversitären Spitzenforschung im Rahmen der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Leibniz- und der Helmholtz-Gemeinschaft steht dabei gleichermaßen im Mittelpunkt wie die Forschungsleistungen der anderen hessischen Forschungseinrichtungen. Die Forschungsmöglichkeiten von Einrichtungen aus diesen Bereichen wurden verstärkt und neue Einrichtungen in Hessen angesiedelt. Als erstes Bundesland hat Hessen die Vergabe von Forschungsmitteln von den Ergebnissen der wissenschaftlichen Arbeiten abhängig gemacht und hierzu Programmbudgets der Förderung zugrunde gelegt. Diese hessischen Reformen haben Pilotfunktion für Forschungseinrichtungen in anderen Bundesländern.