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Biologie und Lebenswissenschaften sind an Hochschulen sehr gefragt

Biologie und Lebenswissenschaften - zu denen Biologie, Biotechnologie, Chemie, Medizin und Pharmakologie gehören - sind an Hessens Hochschulen sehr gefragt. Sie tragen entscheidend zum Verständnis lebender Organismen und ökologischer Systeme bei und sind stark interdisziplinär ausgerichtet. Diese nicht zuletzt für die Gesundheit wichtigen Fachgebiete werden das 21. Jahrhundert entscheidend prägen.

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Forscher im Labor.
© Fotolia/Alexander Raths

Die drei Universitäten in Frankfurt, Gießen und Marburg haben sie zum zentralen Forschungsschwerpunkt ausgebaut. Alle drei Hochschulen sind an mehreren biowissenschaftlichen Sonderforschungsbereichen (SFB) beteiligt. Sie waren erfolgreich in der Einwerbung je eines Partnerstandorts der vier neuen Deutschen Gesundheitszentren zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Infektionskrankheiten sowie Krebs- und Lungenerkrankungen.

Die Goethe-Universität Frankfurt ist besonders aktiv in den Biowissenschaften und verfügt über mehrere biowissenschaftliche Schwerpunkte. Im Rahmen der Exzellenzinitiative konnte sie mit einem Exzellenzcluster zur Erforschung makromolekularer Komplexe (Macromolecular Complexes) die Lebenswissenschaften deutlich stärken. Auch im Bereich der Kardiopulmonalen Medizin konnte die Hochschule zusammen mit der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen ein Exzellenzcluster (Cardiopulmonary Systems) einwerben. Im Rahmen der Gesundheitszentren gelang es der Goethe-Universität je einen Partnerstandort des Herz-Kreislauf-Zentrums (DZHK) sowie des Krebszentrums (DKTK) einzuwerben. Als LOEWE-Zentrum wird vom Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg Frankfurt am Main, der Goethe-Universität Frankfurt am Main, dem Institut für sozial-ökologische Forschung GmbH Frankfurt am Main, dem Deutschen Wetterdienst Offenbach sowie EUMETSAT Darmstadt das LOEWE-Zentrum "Biodiversität und Klima" betrieben. Außerdem warb die Goethe-Universität das LOEWE-Zentrum "Zell- und Gentherapie" ein, in dem die Universität mit dem Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung und dem Georg-Speyer-Haus zusammenarbeitet.

Einer der vielen biowissenschaftlichen Schwerpunkte an der Universität Gießen ist der Bereich Herz-Kreislauf-Lunge mit dem Lungenforschungszentrum (UGLC). Auch er ist durch das im Rahmen der Exzellenzinitiative zusammen mit Frankfurt eingeworbene Cluster und die Einwerbung des Deutschen Lungenzentrums (DZL) (Partner: Universität Marburg und das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim) sowie durch das LOEWE-Zentrum UGMLC (Universities of Giessen and Marburg Lung Center) maßgeblich gestärkt worden. Der Forschungsschwerpunkt Infektionsforschung konnte durch die Einwerbung des hessischen Partnerstandortes des Deutschen Zentrums für Infektionskrankheiten (DZIF) ebenfalls weiter gestärkt werden. Hier kooperiert die JLU Gießen mit der Philipps-Universität Marburg, dem Paul-Ehrlich-Institut Langen und der Technischen Hochschule Mittelhessen.

Die Universität Marburg hat neben den genannten verschiedene weitere Schwerpunkte in den Biowissenschaften und verfügt über ein Universitäts-Krebs-Zentrum (CCC - Comprehensive Cancer Center). Mit dem LOEWE-Zentrum „Synthetische Mikrobiologie“ konnte die Universität Marburg zusammen mit dem Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie den genannten Forschungsschwerpunkt substantiell ausbauen.

Die Technische Universität Darmstadt, die Technische Hochschule Mittelhessen, die Frankfurt University of Applied Sciences, die Hochschule Fulda, die Hochschule Darmstadt und die Hochschule RheinMain befassen sich ebenfalls mit biowissenschaftlichen Fragestellungen und setzen hier Schwerpunkte in ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit.