Existenzgründung

Die Gründung von Unternehmen von Studenten, Absolventen und Hochschulangehörigen ist ein wichtiges innovationspolitisches Ziel des Landes, dem auch aufgrund des positiven Beitrags von Ausgründungen zur (regional-)ökonomischen Entwicklung eine weiter steigende Bedeutung zukommen wird.

fotolia_2184835_c_tlorna.jpg

Ein junger Mann sitzt mit einem Laptop auf dem Schoß im Schneidersitz und denkt nach.
© tlorna - Fotolia.com

Gerade Existenz- und Unternehmensgründungen aus Hochschulen haben mit neuen Geschäftsideen in wissens- und forschungsintensiven Branchen das Potential, wirtschaftliche Dynamik und qualitativ hochwertige Arbeitsplätze im Umfeld ihrer Hochschule zu schaffen.

In den vergangenen Jahren haben alle hessischen Hochschulen Angebote zur Unterstützung von Unternehmensgründungen aufgebaut wie zum Beispiel den Inkubator an der Universität Kassel, den Unibator an der Goethe-Universität Frankfurt, die Gründungsberatung an der Technischen Universität (TU) Darmstadt oder das von drei mittelhessischen Hochschulen getragene Entrepreneurship-Cluster Mittelhessen an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Die Unterstützungsangebote reichen von Dienstleistungen, Beratungs- und Coachingleistungen bis zu hin zu curricularen und außercurricularen Lehr-und Qualifizierungsangeboten im Bereich Entrepreneurship. Einen wichtigen Anstoß für den Aufbau einer Gründungskultur und von Unterstützungsleistungen hat dabei auch das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Programm EXIST gegeben. An einigen Hochschulen gibt es zudem Professuren für Existenzgründung beziehungsweise Entrepreneurship, welche in Forschung und Lehre tätig sind.

Die TU Darmstadt und die Universität Kassel haben deutschlandweit mit die besten Konzepte zur Gründungsförderung und zur Etablierung von mehr Unternehmergeist an der Hochschule. Beide Hochschulen gehören zu den insgesamt zwölf Gewinnerhochschulen  des Wettbewerbs „EXIST-IV Gründungskultur – Die Gründerhochschule“ des BMWi und sind 2013 für ihre Konzepte ausgezeichnet worden. Beide Hochschulen können ihre Gründungsstrategien zur nachhaltigen und hochschulweiten Erschließung des Gründerpotentials nun unterstützt durch das „EXIST IV-Programm“ umsetzen. Für ihre herausragenden Leistungen in der Gründerprofilierung wurde die Universität Kassel zudem mit dem Prädikat „EXIST Gründerhochschule“ ausgezeichnet. Bundesweit dürfen diesen Titel nur sechs Hochschulen führen.

Unterstützung finden Existenzgründer aus Hochschulen auch bei den Dienstleistungs-, Technologie- und Gründerzentren, beim RKW Hessen sowie anderen öffentlichen Beratungsstellen wie den Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern.  Einen guten Einstieg liefert das Existenzgründungsportal des Landes Hessen.

Das Land Hessen unterstützt auch Gründerwettbewerbe. Mit "Science4Life" unterstützen die Hessische Landesregierung und das Unternehmen Sanofi-Aventis einen bundesweiten Businessplan-Wettbewerb in den Zukunftsfeldern Life Sciences und Chemie. Der bundesweite Businessplanwettbewerb promotion Nordhessen unterstützt junge Unternehmer in der Gründungsphase und gehört zu den am längsten bestehenden aktiven Businessplanwettbewerben in Deutschland.