Startseite » Wissenschaft » Hochschulpolitik » Hessen stärkt "Orchideenfächer" durch Zentrenbildung

Hessen stärkt "Orchideenfächer" durch Zentrenbildung

In Hessen wurde im Dezember 2005 ein Projekt auf den Weg gebracht, das in Deutschland beispiellos ist: Die Zentrenbildung kleinerer geisteswissenschaftlichen Fächer, so genannter „Orchideenfächer“, an unterschiedlichen Hochschulstandorten.

2013_08_08_bibkunstgeschichte9_heuser.jpg

Zwei Studierende lernen in einer Bibliothek.
© Philipps-Universität Marburg/Heike Heuser

Ziel ist die langfristige Existenzsicherung der bislang über die Universitäten im Land verteilten Disziplinen. Für diese zukunftsweisende Bildung von Zentren in Frankfurt, Gießen und Marburg wendete das Land Hessen bis zum Jahr 2010 zusätzlich insgesamt 14 Millionen Euro auf.

Die neu entstandenen Zentren

sollen damit auch attraktiver für die Studierenden sein. Sie wurden so ausgebaut, dass sie neben der traditionellen Beschäftigung mit Literatur und Sprache des jeweiligen Landes die Regionen in einem wesentlich größeren, interdisziplinären Rahmen unter Einbeziehung von Wirtschafts- und Politikwissenschaft oder Rechtswissenschaften erforschen.

Der Wissenschaftsrat hat die Zentren evaluiert und ihnen eine hohe Qualität in Lehre und Forschung bescheinigt.

An keinem der drei Standorte hat es Einbrüche bei den Studierendenzahlen gegeben, im Gegenteil: Die Zahlen sind gestiegen – ein deutlicher Ausdruck des Interesses der Studierenden und der Attraktivität der neuen Zentren.