HOCHSCHULPREIS FÜR EXZELLENZ IN DER LEHRE

Preisträgerinnen und Preisträger 2020

1. Projektpreis

Dotiert mit 60.000 Euro

Hochschule: Universität Kassel

Preisträgerinnen und Preisträger: an Prof. Dr. Klaus Vajen, Prof. Dr. Astrid Dannenberg, Prof. Dr. Heike Wetzel, Dieter Kreibaum, Dominik Ritter, Victor von Loessl

Projekt: "Solarcampus"

Masterstudierende des Maschinenbaus und der Wirtschaftswissenschaften arbeiten hier wie in einem Ingenieurbüro daran, die Energieeffizienz von Gebäuden und Betrieben zu verbessern – mit konkreten Ergebnissen: So haben die Studierenden schon Unigebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, ein Energiesparkonzept für eine Justizvollzugsanstalt erarbeitet und eine Klimakampagne in Kooperation mit dem Filmladen Kassel auf die Beine gestellt. Die Jury lobte das Konzept als sehr praxisnah, auf eigenverantwortliches Arbeiten setzend und vor allem nachhaltig: Ein Übergabesystem ermöglicht, das Studierende über mehrere Semester hinweg an denselben Projekten arbeiten können. Am innovativen Lehrkonzept besticht auch, dass die Lehrenden eher beratend tätig sind und nur steuernd eingreifen, wenn nötig. Herausragend sind der flexible, zeitliche Arbeitsumfang, den die Studierenden zu Beginn des Projekts selbst festlegen, die innovativen Formen der Prüfungsleistungen und das agile Projektmanagement, das neben den zahlreichen Schlüsselkompetenzen erlernt wird.

2. Projektpreis

Dotiert mit 30.000 Euro

Hochschule: Universität Kassel

Preisträgerinnen und Preisträger: Prof. Dr.-Ing. Werner Seim, Sascha Schwendner, Dr.-Ing. Lars Eisenhut, Dr.-Ing. Tobias Vogt, Kai Sommerlade

Projekt: "Modul Baukonstruktion – Lehrentwicklung im Ingenieurstudium“

Das Modul bietet Studierenden des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsingenieurwesen mit Beginn des ersten Semesters einen Methodenmix aus Vorlesung, Praxisaufgaben – wie etwa die eigene Treppe im Hausflur vermessen – Online-Abfragen und Tutorien. Die Preisträger schaffen es so, die oft sehr große Lerngruppe von teilweise mehr als 200 Studierenden abzuholen. Dabei geht es um den Entwurf und die Konstruktion von Bauwerken, wobei jedes Bauwerk – egal ob Buswartehäuschen oder weitgespannte Hallenkonstruktionen – als ganzheitliche, planerische Aufgabe betrachtet werden. Die Jury zeigte sich begeistert vom stimmigen, studierendennahen und praxisbezogenen Lehrsystem, das eine sehr heterogene Mischung aus Studierenden für das Thema Baukonstruktion begeistert.

3. Projektpreis

Dotiert mit 15.000 Euro

Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen

Preisträgerinnen und PreisträgerDr. Ulrike Nespital, Prof. Dr. Christian Heiliger

Projekt: "Rhetorik in den Naturwissenschaften – Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für fremdsprachliche und berufsfeldorientierte Kompetenzen und den Fachbereichen Mathematik und Informatik, Physik, Geographie sowie Biologie und Chemie“

Das Projekt verknüpft naturwissenschaftliches und rhetorisches Knowhow: Die Studierenden lernen zunächst Grundlagen zur Kommunikation, Vortragsweise sowie zur Selbst- und Fremdwahrnehmung. Im Laufe des Semesters müssen sie zwei Vorträge zu komplexen Forschungsthemen halten, die mit der Kamera aufgezeichnet werden. So erhalten sie ein fachinhaltliches und rhetorisches Beobachtungsfeedback von den Lehrenden und Studierenden. Die Jury hob hervor, dass solche Lehrveranstaltungen, in denen Studierende neben den erlernten fachwissenschaftlichen Kompetenzen auch rhetorisch geschult werden, bisher im MINT-Bereich und auch in der Medizin eher fehlen.

Studentische Initiative

Dotiert mit 10.000 Euro

Hochschule: Technische Hochschule Mittelhessen

Preisträgerinnen und Preisträger: Benjamin Jähnert, Fabian Beitler, Merve Celebi, Kathrin Seidler, Leon Heckelmann, Christopher Sauer

Projekt: Arbeitsgruppe M.A.M.U.T. (Mobile Autonomous Modular Universal Technology) Robotics 

Die Gruppe beschäftigt sich seit 2015 mit mobiler Robotik, Planung, Programmierung, 3D-Druck, Konstruktion, Layouten und dem Konzeptentwurf von Robotern. Sie ist offen für Studierende aller Fachbereiche und legt Wert auf interdisziplinäres gemeinsames Arbeiten an verschiedenen Projekten. Unter anderem haben sich die Studierenden das langfristige Ziel gesetzt, einen großen mobilen Roboter zu entwickeln, der Wüstengebiete vollautomatisch bepflanzt und bewässert. Die Gruppe sei hochmotiviert, lobte die Juy: Neben methodischem und technischem Wissen würden auch soziale Kompetenzen wie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit stetig vertieft und ausgebaut, etwa durch eine wechselnde Sitzungsleitung und Workshop-Angebote untereinander.

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