Konjunkturprogramme beschleunigen Bauvorhaben der Universitäten

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Bauhelm
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Bauprojekte im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms Hessen und des Konjunkturpakets II des Bundes

Mit dem Sonderinvestitionsprogramm „Schulen und Hochschulen“ der Landesregierung und dem vom Land mitfinanzierten Konjunkturpaket II des Bundes wurden den Hochschulen in Hessen über den jährlichen Ansatz von 250 Millionen Euro hinaus im Zeitraum von 2009 bis 2012 zusätzlich rund 540 Millionen Euro für Bauprojekte und energetische Instandsetzungen zur Verfügung gestellt. Somit kann das HEUREKA (Hochschul Entwicklungs- und Umbauprogramm: RundErneuerung, Konzentration und Ausbau von Forschung und Lehre in Hessen)-Programm beschleunigt umgesetzt werden.

Sonderinvestitionsprogramm Hessen 2009-2012

Von den genannten 540 Millionen Euro werden rund 354 Millionen Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Landes genutzt, um HEUREKA-Projekte vorzeitig anzuschieben. Dabei handelt es sich um Vorhaben, die aufgrund ihrer Komplexität einen aufwändigen Planungsprozess erfordern und die eine Bauzeit von mehr als drei Jahren haben. Die Restfinanzierung nach Auslaufen des Sonderinvestitionsprogramms Ende 2012 ist über HEUREKA gesichert.

Konjunkturprogramm des Bundes

Die rund 187 Millionen aus dem Konjunkturpaket II des Bundes – davon sind 140,2 Millionen Euro Bundesmittel und 46,7 Millionen Komplementärmittel des Landes – wurden für die energetische Sanierung der Bestandsgebäude genutzt.

Schwerpunkte an allen Hochschulstandorten waren zentrale Einrichtungen wie Mensen, Cafeterien, Hörsaal- und Seminargebäude sowie Bibliotheken und Sportstätten. Diese Sanierungen verbessern unmittelbar die Umweltbilanz und entsprechen damit der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes. Darüber hinaus wurden auch dringend erforderliche Brandschutzvorhaben berücksichtigt. Die Prioritäten an den einzelnen Standorten wurden von den Hochschulen maßgeblich mitbestimmt.

Sämtliche Projekte mussten kurzfristig umgesetzt werden, spätestens 2010 begonnen und 2011 finanziell abgeschlossen sein. So verstärkten die Bundesmittel das HEUREKA-Programm des Landes um rund 140 Millionen Euro, wodurch es schneller als bisher geplant realisiert werden kann.

Projekte an außeruniversitären Forschungseinrichtungen

Neben den Hochschulbauvorhaben wurden zwölf Projekte von außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit rund 24,7 Millionen Euro unterstützt. Dabei handelt es sich um Bauvorhaben von in Hessen angesiedelten außeruniversitären Einrichtungen wie der Fraunhofer-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Helmholtzgemeinschaft. Darüber hinaus konnten Einrichtungen wie das Freie Deutsche Hochstift, das Institut für Sozialforschung und das Deutsche Kunststoffinstitut gefördert werden. Die Verwendung dieser Mittel lag in der Verantwortung der jeweiligen Institute.

Eine detaillierte Liste der Projekte im Rahmen des Konjunkturpakets II finden Sie im Download-Bereich.

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