Kompetenznetz E-Learning Hessen

fotolia_35579771_s_robert_kneschke.jpg

Eine Frau in einer Gruppe arbeitet an einem Laptop
© Robert Kneschke - Fotolia.com

Im Rahmen des Kompetenznetzes E-Learning Hessen sollen die Fachbereiche der Hessischen Hochschulen bei der Erstellung und Abstimmung hochschulspezifischer Betriebs- und Supportkonzepte für den Einsatz von E-Learning-Methoden unterstützt werden. Dies geschieht unter anderem auch durch öffentliche Fachforen an den einzelnen Hochschulstandorten. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Beteiligung der Hochschulen an der Erstellung und Pflege von Inhalten sowie der Programmierung von Schnittstellen im Rahmen des länderübergreifenden Kooperationsprojekts e-teaching.org.

Kooperationsprojekt e-teaching.org

Ziel von e-teaching.org ist die Weiterentwicklung des bundesweit zugänglichen E-Learning-Informationsportals. Hierdurch sollen Synergien für das E-Learning zwischen e-teaching.org und den deutschen Hochschulen geschaffen werden. Durch einen verbesserten Informationsaustausch auch innerhalb der Bundesländer und auf nationaler Ebene sollen Einstiegshürden abgebaut und ein Beitrag zum Ausbau des E-Learning geleistet werden. Das Projekt ergänzt somit die hessischen Bemühungen, die Hochschulen mit der E-Learning-Förderung im Rahmen des Hochschulpakts 2020 in die Lage zu versetzen, auf die steigenden Studierendenzahlen besser reagieren zu können.

E-Learning im Hochschulpakt 2020

E-Learning ermöglicht eine sowohl zeit- als auch ortsunabhängige Lehre und ist somit sehr gut geeignet, räumliche Engpässe zu mildern, organisatorische Vorgänge zu beschleunigen, Prüfungsvorgänge zu verbessern und Präsenzlehrveranstaltungen zu entlasten. Gleichzeitig kann durch die damit verbundene Erweiterung des Angebots an Lehrmitteln die Qualität der Lehre verbessert werden. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass E-Learning relativ kurzfristig eingebunden werden kann und somit unmittelbar für Entlastung sorgt.

Im März 2011 wurden die hessischen Hochschulen aufgefordert, Anträge zum E-Teaching einzureichen, die der unmittelbaren Versorgung der Studierenden dienen. Zusammengefasst gehören dazu

  • Live-Übertragungen zwischen Hörsälen,
  • Videokonferenzen,
  • web-basiertes Streaming,
  • die Aufzeichnung von Lehrveranstaltungen (E-Lectures),
  • elektronische Prüfungen (E-Klausuren/E-Assessments),
  • den Auf- beziehungsweise Ausbau von Lernplattformen,
  • die Erstellung von hochwertigen digitalen Lernmaterialien,
  • die Modernisierung der IT-Infrastruktur,
  • die Aufstockung von einschlägigem Personal.

Alle diese in den vorliegenden Anträgen dargelegten E-Learning-Maßnahmen sind geeignet, die Hochschulen dabei zu unterstützen, auf die demografische Entwicklung und hohe Studienanfängerzahlen in Hessen zu reagieren.

„Die Ergebnisse des Förderprogramms sind in der Publikation „E-LEARNING AN HESSISCHEN HOCHSCHULEN - Maßnahmen und Ergebnisse des Förderprogramms im Hochschulpakt 2020“ (siehe Download) zusammengefasst.

Weiterentwicklung und Erprobung von mobiler Content-Erstellung im E-Learning an hessischen Universitäten

Im Rahmen eines Projektes im Jahr 2010 hat das Hessische Telemedia Technologie Kompetenz-Center e.V (httc) die technologischen Grundlagen für die mobile Erfassung von Content (Bilder, Videos und Texte) und deren Bereitstellung in der Learning Content Management Plattform docendo entwickelt.

Basierend auf diesen Vorarbeiten werden im Projekt Lehrszenarien, in denen mobile Endgeräte zur Anwendung kommen, in der Lehre der beteiligten Universitätsfachgebiete umgesetzt und evaluiert. Damit sollen insbesondere Lösungen und Beispiele geschaffen werden, die über das Projekt hinaus Transferpotenzial auch für andere Fachgebiete und -bereiche bieten. Als Mobile Lernszenarien werden unter anderem eine Content-Sammlung mit mobilen Endgeräten und die Vor-Ort-Informationsbereitstellung zum Beispiel bei Exkursionen erprobt.