CePTER – Center for Personalized Translational Epilepsy Research

LOEWE-Schwerpunkt der 10. Förderstaffel

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Gehirn
© Pixabay/geralt

Projektpartner

Goethe-Universität Frankfurt (Federführung), Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME / Projektgruppe Translationale Medizin und Pharmakologie (IME-TMP), Ernst Strüngmann Institut (Frankfurt am Main), Max-Planck-Institut für Empirische Ästhetik (Frankfurt am Main), Frankfurt Institute for Advanced Studies, Philipps-Universität Marburg

Landesförderung

2018-2021: ca. 4,7 Millionen Euro

Worum geht es?

Lässt sich die Behandlung von Epilepsie verbessern, wenn man die jeweils individuelle Ursache nachweist und die Therapie auf diese ausrichtet?

Epilepsien umfassen verschiedene Erkrankungen mit unterschiedlichen Ursachen. Sie können durch angeborene oder erworbene Hirnschäden wie Schlaganfälle oder Hirntumoren, aber auch genetisch bedingt sein. Weltweit sind etwa 50 Millionen Menschen jeden Alters von einer Epilepsie betroffen. Aktuell ist die medikamentöse Therapie rein symptomatisch, d.h. auf die Unterdrückung des Hauptsymptoms Anfall gerichtet, ohne die Ursache der jeweiligen Epilepsie zu berücksichtigen oder diese beseitigen oder beeinflussen zu können. Etwa ein Drittel der Patienten wird so nicht anfallsfrei, und viele leiden unter Nebenwirkungen der Medikamente.

Zur Verbesserung des Therapieerfolges ist eine personalisierte und nach Möglichkeit krankheitsmodifizierende statt nur symptomatische Behandlung erforderlich. Ein Beispiel hierfür ist die epilepsiechirurgische Behandlung, bei der das geschädigte Hirnareal, welches die Anfälle verursacht, operativ entfernt wird. 

Ziele des LOEWE-Schwerpunkts sind die verbesserte Identifikation epilepsierelevanter Krankheitsfaktoren wie zum Beispiel von Hirnveränderungen mit Hilfe der Bildgebung oder von genetischen Risikofaktoren, deren Validierung und therapeutische Modifikation. Auch sollen Biomarker von Epilepsie und Epileptogenese, also charakteristische biologische Merkmale der Erkrankung oder des Erkrankungsprozesses identifiziert und überprüft werden. Diese Ziele sollen mit modernsten molekularbiologischen, klinischen und experimentellen neurowissenschaftlichen Methoden erreicht werden, die den Arbeitsgruppen des LOEWE-CePTER Forschungsverbundes zur Verfügung stehen und die in 14 Teilprojekten gezielt zur Erforschung von Epilepsien eingesetzt werden.

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