Tier‐Mensch‐Relationalität

Tier – Mensch – Gesellschaft: Ansätze einer interdisziplinären Tierforschung

LOEWE-Schwerpunkt der 6. Förderstaffel

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Historisches Dokument mit Tier drauf
© Konrad Gessner: Thierbouch, 1563

Projektpartner

Universität Kassel, assoziiert: Georg-August-Universität Göttingen, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Deutsche Institut für tropische und subtropische Landwirtschaft, Witzenhausen

Landesförderung

2014 - 2016: ca. 3,6 Millionen Euro
2017: ca. 0.9 Millionen Euro (Auslauffinanzierung)

Worum geht es?

Wie werden in der Tier‐Mensch‐Relationalität Tiere „erschaffen“? Wie identifizieren sich darüber Menschen und wie grenzen sie sich dabei von Tieren ab?

Das interdisziplinäre Verbundvorhaben erforscht unter dem Leitbegriff „Relationalität“ Mensch‐Tier‐Beziehungen in der Gesellschaft. Über die Betrachtung der Beziehungsebenen werden zugleich Formen der „Erschaffung“ der Tiere – und damit der Identifizierung der Menschen – untersucht, ob durch Tierforschung, Tierzucht, Tierhaltung, Tierpräsentation oder Tierdarstellung.

Verschiedene Akteure spielen eine Rolle – Menschen (Züchter, Landwirte, Tierwärter, Künstler, Forscher) ebenso wie Tiere (Nutztiere, Heimtiere, Labortiere, Wildtiere). Im Dialog von Natur‐ und Kulturwissenschaften nehmen vier Projektbereiche Aspekte der Klassifizierung, der Interaktion, der Abbildung und der Intention in den Blick.

Alle Fragen nach Genese, Bedingungen und Wandel von Mensch‐Tier‐Relationierungen und rücken daher Geschichte, Methodologien und Ethik in den Fokus. Der LOEWE-Schwerpunkt geht von aktuellen Debatten über den Umgang mit Tieren aus und soll diese durch systematische Grundsatzüberlegungen voranbringen.

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