Neuordnung

Stärkung durch Zusammenlegung

Im Rahmen der Neuordnung wurden Stadt- und Landesbibliotheken in Darmstadt, Frankfurt, Fulda, Kassel und Wiesbaden in die jeweiligen Hochschulbibliotheken integriert. Die Landesregierung verfolgt das Ziel, mehrschichtige Bibliothekssysteme im Zuge der Umsetzung des Hochschulgesetzes in ein funktional einschichtiges System umzugestalten und dadurch Synergieeffekte zu erzeugen.

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Blick in das Innere der Universitäts- und Landesbibliothek der Technischen Universität Darmstadt.
Blick in die Universitäts- und Landesbibliothek der Technischen Universität Darmstadt.
© Technische Universität Darmstadt/Katrin Binner

Die ehemaligen Landesbibliotheken Darmstadt, Fulda, Kassel und Wiesbaden wurden jeweils in die wissenschaftliche Bibliothek der Hochschule vor Ort integriert. So wurden bereits im Jahr 1976 die Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel in die Universitätsbibliothek Kassel eingegliedert. Im Jahr 2000 wurde die Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt organisatorischer Bestandteil der Technischen Universität und zur heutigen Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt. Im Jahr 2001 erfolgte die Integration der Hessischen Landesbibliothek Fulda in die Fachhochschule Fulda: Es entstand die Hochschul- und Landesbibliothek Fulda.

Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg

Die Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt ging zum 1. Januar 2005 in die Trägerschaft des Landes über und wurde in die Johann Wolfgang Goethe-Universität integriert. Grundlage dafür war der so genannte Kulturvertrag mit der Stadt Frankfurt, mit dem das Land die bei der Stadt verbliebenen Aufgaben und Lasten im Hochschulbereich übernahm. Dadurch wurde auch die Vereinigung von Stadt- und Universitätsbibliothek mit der Senckenbergischen Bibliothek möglich. Es entstand die Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg.

Anlaufstelle für alle Generationen

Den Schlusspunkt dieser Neuordnung bildete 2011 die Eingliederung der Hessischen Landesbibliothek Wiesbaden in die Hochschule RheinMain und damit die Einrichtung der Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain. Zudem wurde im Oktober 2011 die Centralbücherei des Büchereiverbundes Fulda in die Hochschul- und Landesbibliothek Fulda integriert. Damit entstand erstmals eine Bibliothek, die Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek unter einem Dach vereint und damit für alle Generationen zum Anlaufpunkt geworden ist.

Bessere Dienstleistungen und längere Öffnungszeiten

Alle Hochschulen - außer der Universität Kassel - besitzen neben den Zentralbibliotheken viele Bibliotheken, die in den Fachbereichen und Instituten angesiedelt sind. Die Landesregierung verfolgt das Ziel, diese mehrschichtigen Bibliothekssysteme im Zuge der Umsetzung des Hochschulgesetzes in ein funktional einschichtiges System umzugestalten. Hierdurch werden Synergieeffekte hinsichtlich des Einsatzes von Personal und Sachmitteln erzeugt. Die Zusammenlegung kleiner Bibliotheken gewährleistet eine verbesserte Dienstleistungsqualität und verlängerte Öffnungszeiten. Gutes Beispiel ist das Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften im IG-Farben-Gebäude der Goethe-Universität Frankfurt, in dem rund 30 Institutsbibliotheken zusammengefasst wurden. Auch mit den Bibliotheksneubauten wie beispielsweise in Darmstadt und Marburg wird das Ziel der Zusammenführung vieler Institutsbibliotheken unter einem Dach verfolgt.