Im Jahr 1988 wurde das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) als GmbH gegründet. Neben Forschungs- und Transfereinrichtungen in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen, Niedersachsen unterhält es Außenstellen in Lübeck und Trier sowie Labore in Berlin. Seit 2022 hat das DFKI auch an der TU Darmstadt ein KI-Labor eingerichtet. Mit Unterstützung des Landes wurde das Labor in einen dauerhaften Standort umgewandelt.
Das DFKI ist in seinem bisherigen Profil mit Schwerpunkt auf anwendungsorientierter Forschung örtlich wie thematisch breit aufgestellt. Die Einrichtung in Darmstadt hat ergänzend hierzu einen Schwerpunkt in der Grundlagenforschung, wovon andere Einrichtungen des DFKI profitieren sollen. Umgekehrt eröffnet sich mit dem bundesweiten Netzwerk des DFKI den theorieorientierten Forschern in Darmstadt die Perspektive, Gründungs- und Transferaspekte zukünftig noch stärker in die Aktivitäten einzubeziehen.
Die DFKI-Einrichtung in Darmstadt wurde durch die hessische Landesregierung in der Aufbauphase bis 2024 mit sechs Millionen Euro gefördert. Das Geld stammt aus dem Digitalpakt Hochschulen. Seit Januar 2025 ist die Einrichtung ein dauerhafter Standort mit einer Landesförderung in Höhe von bis zu zwei Millionen Euro pro Jahr.
Am DFKI-Standort an der TU Darmstadt konzentrieren sich die Mitarbeitenden auf die Grundlagen der Systemischen KI (Forschungsbereich SAINT), Systemische KI für Lernende Roboter (Forschungsbereich SAIROL) und Systemische KI für Entscheidungsunterstützung (Forschungsbereich SAIDE).
SAINT will KI-Systemen beibringen, in unbekannten oder ungewohnten Situationen handeln zu können. Dies erfordert Allgemeinwissen über die konkrete Aufgabe hinaus sowie die Möglichkeit, Zusammenhänge zu erkennen und Schlüsse daraus zu ziehen.
SAIROL entwickelt KI, um Robotern das eigenständige Lernen zu ermöglichen. Ein Ziel ist, dass KI-gestützte Systeme Code oder Code-Fragmente selbstständig entwickeln. So sollen Programmierungen verbessert werden.
SAIDE legt seinen Schwerpunkt auf die Entscheidungsunterstützung. Immer mehr Menschen übernehmen die Antworten generativer KI wie ChatGPT weitgehend ungeprüft. Deshalb müssen die Ausgaben der KI zukünftig auf bessere Grundlagen sowie Transparenz und Nachvollziehbarkeit ausgerichtet sein. Im Fokus stehen hier die zugrunde liegenden Datenbanken und Datenformate sowie der Zugriff darauf.