Die Förderlinie „Exzellenzuniversität“ der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stärkt die Universitäten oder einen Verbund von Universitäten als Institution. Ziel ist der Ausbau ihrer internationalen Spitzenstellung in der Forschung auf Basis erfolgreicher Exzellenzcluster. Antragsberechtigt sind Universitäten, die mindestens zwei Exzellenzcluster erfolgreich eingeworben haben.
Die Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) erhält ab dem 1. Januar 2027 diesen begehrten Exzellenz-Titel. Sie ist ein Zusammenschluss der Technischen Universität Darmstadt, der Goethe-Universität Frankfurt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die RMU war in der ersten Förderlinie der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern mit fünf Exzellenzclustern sehr erfolgreich und wurde nun in der zweiten Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“ als Verbund zur Förderung ausgewählt. Die RMU erhält ab 2027 eine Förderung von bis zu xx Millionen Euro jährlich über einen Zeitraum von sieben Jahren. Der Bund stellt 75 Prozent der Finanzierung bereit.
Die Landesregierungen von Hessen und Rheinland-Pfalz haben die Universitäten intensiv bei ihrer Bewerbung unterstützt – finanziell und strategisch. Der breite politische Rückhalt für beide Verbünde hat im Verfahren große Anerkennung erhalten. Im Fall der RMU kann die länderübergreifende Zusammenarbeit von Hessen und Rheinland-Pfalz als bundesweites Vorbild dienen, so die Gutachtenden. Seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode hat Hessen dem Verbund im Rahmen des LOEWE-Programms, aber auch darüber hinaus mehr als 21 Millionen Euro für die Exzellenzstrategie zur Verfügung gestellt.
Die Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU)
Als strategische Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) bilden die Goethe-Universität Frankfurt, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Technische Universität Darmstadt eines der wichtigsten Zentren für Forschung, Bildung und Innovation in Europa. Gemeinsam decken die drei Universitäten ein äußerst breites und interdisziplinär eng verzahntes Fächerspektrum ab. Mit mehr als 90.000 Studierenden und 1.500 Professuren kooperieren sie eng in Forschung, Studium und Lehre, bei der Förderung junger Forschender sowie dem Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft.
In den vier RMU-Profilbereichen Data, Health, Matter und Society bündeln die Universitäten ihre Kompetenzen in zentralen Forschungsfeldern. Dazu nutzen sie ihre Komplementarität und räumliche Nähe zur Bildung starker, international herausragender Forschungsverbünde. Sie bauen gemeinsam ihre Studienangebote aus und stärken den Austausch und die Vernetzung mit der Zivilgesellschaft. So gestaltet die 2015 gegründete strategische Allianz die Metropolregion Rhein-Main als integrierte Wissenschaftsregion mit – global sichtbar und international attraktiv.