Objekt: Haus Hembus in Kronberg
Preisträger: Iris und Matthias Meenken, Paulina Meenken und Thomas Scheller
Architekturbüro / Bauleitung: Iris Meenken
Preis: 3. Preis 2.000 €, Bronzeplakette und Urkunde
Votum der Jury: Die Jury wertete die Instandsetzung des Hauses Hembus in Kronberg als vorbildliches Beispiel für privates Engagement für ein historisch wertvolles Gebäude. Sie lobte die intensive Auseinandersetzung der Eigentümer mit der Geschichte des Hauses vor dem Hintergrund der Stadtgeschichte und Stadtentwicklung von Kronberg. Die Zusammenarbeit mit den regionalen Handwerksbetrieben im Bereich des traditionellen Bauens bürge für die Qualität der Maßnahme durch besondere Details und den behutsamen Umgang mit der historischen Bausubstanz. Die Instandsetzung des Hauses Hembus stehe beispielhaft für die Bewahrung regionaler Handwerkskunst.
Hintergrund: Das 1689 erbaute Fachwerkgebäude in Kronberg gelangte 2023 in den Besitz der Familie Meenken. Eindringende Feuchtigkeit hatte dem Gebäude über viele Jahre zugesetzt. Nach der Sicherung des Tragwerks und der behutsamen Integration moderner Haustechnik bei größtmöglichem Erhalt der historischen Substanz ist es gelungen, die historischen Raumstrukturen wiederherzustellen. Eine energieeffiziente Innendämmung aus Schilfrohr und Kalkdämmputz garantiert ein gutes Raumklima. Historische Türen, Treppen und Böden wurden restauriert, Fenster denkmalgerecht erneuert. Das Dach wurde gedämmt und mit Biberschwanzziegeln neu gedeckt. Für die Eigentümer ist die Sanierung ein generationenübergreifendes Familienprojekt. Mit großem Respekt vor der Geschichte des Hauses ist es ihnen gelungen, zeitgemäßen Wohnkomfort in vorbildlicher Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden und ausgewählten Handwerksbetrieben zu verwirklichen. Alle Maßnahmen erfolgten substanzschonend, diffusionsoffen, weitgehend reversibel und sichern die Zukunft des Bauwerks. „Von Beginn an war klar, dass dieses Vorhaben nur als gemeinsames familiäres Herzensprojekt gelingen kann – getragen von Motivation, Leidenschaft, fachlicher Erfahrung und großem Respekt gegenüber der denkmalgeschützten Bausubstanz“, so berichteten sie übereinstimmend.