Wiesbaden. Von den Anfängen in der Steinzeit bis zur Gründung 1946: Die Geschichte des Bundeslandes Hessens ist geprägt von Einflüssen aus allen Himmelsrichtungen. Für das „Handbuch der hessischen Geschichte“ haben die Autorinnen und Autoren 30 Jahre lang Erkenntnisse zur Entwicklung von Herrschaften und Machtstrukturen, Wirtschaft und Demografie, Bildung und Kultur zusammengetragen. Herausgegeben wurde es von der Historischen Kommission für Hessen. Nun ist der achte und vorerst letzte Band erschienen. Wissenschafts- und Kunstminister Timon Gremmels war heute bei der Vorstellung des Werks im Museum Wiesbaden zu Gast. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur hat das Projekt kontinuierlich gefördert. Im Jubiläumsjahr 2026, in dem Hessen auf 80 Jahre als Bundesland zurückblickt, erhält das Handbuch eine besondere Aktualität.
"Wer das heutige Hessen verstehen will, muss seine Geschichte kennen"
„80 Jahre Hessen sind ein guter Anlass, sich mit der Geschichte unseres Landes und den historischen Entwicklungen auseinanderzusetzen, die seine heutige kulturelle Vielfalt geprägt haben. Die politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen unseres Bundeslandes haben eine lange Vorgeschichte. Wer das heutige Hessen verstehen will, muss die Tiefen seiner Geschichte kennen. Dabei hilft dieses Handbuch – ein Mammut-Projekt, das nun vorerst abgeschlossen ist“, so Minister Gremmels. „Gerade in einer Zeit, in der Erinnerungskultur und Erkenntnisse historischer Forschung politisch motiviert in Frage gestellt und instrumentalisiert werden, zeigen Projekte wie dieses, warum unabhängige historische Forschung und eine faktenbasierte Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit wichtig sind. Mein herzlicher Dank gilt allen, die dieses große Projekt mit langem Atem möglich gemacht haben – den Historischen Kommissionen und vor allem den Herausgebern, den Autorinnen und Autoren.“