Wiesbaden. Mit Trauer reagiert der Hessische Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremmels, auf den Tod des Filmemachers und Autors Alexander Kluge.
Minister Timon Gremmels: „Mit Alexander Kluge verliert Deutschland einen streitbaren und wachsamen Künstler, der in Film, Literatur und Philosophie zu Hause war. Alexander Kluge legte einen wichtigen Grundstein seines Schaffens an der Goethe-Universität Frankfurt. Hier studierte er Rechtswissenschaft, absolvierte sein juristisches Referendariat am Institut für Sozialforschung und promovierte. Später war er Honorarprofessor an der Goethe-Universität und übernahm dort 2012 die traditionsreiche Frankfurter Poetikdozentur. Kluge stand mit wichtigen Vertretern der Frankfurter Schule im engen Austausch, darunter Theodor W. Adorno und Jürgen Habermas, ließ sich aber auch früh von Künstlern wie Fritz Lang inspirieren. So fand er zu seiner eigentlichen Bestimmung: dem Erzählen, das er im Film und in der Literatur über Jahrzehnte prägte.“
Kluge gehörte zum Kreis um die Gruppe 47 und war ein Vertreter des Neuen Deutschen Films. Er ist Autor zahlreicher Schriften, darunter philosophische, literarische und kulturtheoretische. Zu seinen Filmen zählen „Brutalität in Stein“ und „Deutschland im Herbst“, letzterer mit Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder und Edgar Reitz. Schreibend machte er sich vor allem durch Kurzgeschichten einen Namen. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb Alexander Kluge am 25. März 2026 im Alter von 94 Jahren.