Große Freude bei der Verkündung des Exzellenz-Titels: Clemens Hoch (Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz), Prof. Dr. Enrico Schleiff (Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main), Prof. Dr. Georg Krausch (Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Prof. Dr. Tanja Brühl (Präsidentin der TU Darmstadt), Timon Gremmels (Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur)

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Begehrter Exzellenz-Titel für Universitäten Darmstadt, Frankfurt und Mainz

Förderung von insgesamt bis zu 155 Millionen Euro / Land hat Rhein-Main-Universitäten intensiv bei Bewerbung unterstützt

Wiesbaden/Mainz. Die Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) erhält ab dem 1. Januar 2027 den begehrten Exzellenz-Titel. Das haben der Wissenschaftsrat und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute in Bonn bekanntgegeben. Die RMU ist ein Zusammenschluss der Technischen Universität Darmstadt, der Goethe-Universität Frankfurt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie war in der ersten Förderlinie der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern mit fünf Exzellenzclustern sehr erfolgreich und wurde nun in der zweiten Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“ als Verbund zur Förderung ausgewählt. Die RMU erhält ab 2027 eine Förderung von insgesamt bis zu 155 Millionen Euro über einen Zeitraum von sieben Jahren. Der Bund stellt 75 Prozent der Finanzierung bereit.

Historischer Tag für für Hessen und Rheinland-Pfalz

„Heute ist ein historischer Tag für Hessen und Rheinland-Pfalz: Die Rhein-Main-Universitäten tragen den begehrten Exzellenz-Titel als erste Universitäten in Hessen und als erster länderübergreifender Verbund in der Exzellenzstrategie. Herzlichen Glückwunsch! Dies ist ein großartiger Gemeinschaftserfolg von Wissenschaft und Politik auf Grundlage eines wissenschaftsgeleiteten Verfahrens“, so Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels. „Über viele Monate hinweg wurde mit hohem Einsatz, viel Herzblut und großer Professionalität gearbeitet. Ich danke den Universitätspräsidien und allen Beteiligten aus Wissenschaft und Verwaltung. Die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz werden mit den Fördermitteln in Millionenhöhe und dem Renommee der Exzellenzstrategie zu einem internationalen Hotspot für Forschung und Innovation. Das ist gut für das Rhein-Main-Gebiet und für Hessen. Neben der offensichtlich überzeugenden wissenschaftlichen Präsentation hat auch das starke Commitment der Politik mit einer Verwaltungsvereinbarung der beiden Länder und gleichlautenden unterstützenden Beschlüssen der Landtage von Rheinland-Pfalz und Hessen zum Erfolg beigetragen. Dieses Engagement hat sich ausgezahlt. Wir sind stolz auf unsere Spitzenforschung.“

Meilenstein für die Forschungslandschaft

Boris Rhein, Hessischer Ministerpräsident: „Die Verleihung des Exzellenztitels an die Universitäten Frankfurt, Darmstadt und Mainz ist ein großartiger Erfolg und ein Meilenstein für die exzellente Forschungslandschaft in Hessen. Ich gratuliere allen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie den Universitätsleitungen herzlich. Der Titel ist Beleg für die hohe Qualität, die Innovationskraft und das strategische Geschick unserer Forschungseinrichtungen. Die Universitäten Frankfurt, Darmstadt und Mainz arbeiten seit Jahren eng und vertrauensvoll zusammen. Sie sind gemeinsam stark, regional sichtbar, national wirksam und international führend. Mit ihrer Allianz haben sie Forschung, Studium und Lehre auf ein neues Niveau gehoben. Sie betreiben Spitzenforschung, bilden starke Forschungsverbünde, teilen Infrastruktur und verbinden Teams und Profile. Sie sorgen für einen erfolgreichen Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft. Diese Leistung wird nun mit dem Titel offiziell anerkannt.“

Gemeinsam an Zukunftsfragen arbeiten

Gordon Schnieder, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz:  „Der Erfolg der Rhein-Main Universitäten ist ein großer Gewinn für Rheinland-Pfalz und für den gesamten Wissenschaftsstandort Deutschland. Er zeigt eindrucksvoll, welche Kraft entsteht, wenn herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, starke Hochschulen und Forschungseinrichtungen über Ländergrenzen hinweg gemeinsam an den großen Zukunftsfragen arbeiten. Die erneute Auszeichnung ist Anerkennung für die wissenschaftliche Spitzenleistung des Verbunds und zugleich Auftrag, diese Stärke weiter auszubauen. Davon profitieren nicht nur Forschung und akademischer Nachwuchs, sondern auch unser Land als Innovations- und Wirtschaftsstandort. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die mit ihrer Arbeit, ihrem Ideenreichtum und ihrem gemeinsamen Engagement diesen Erfolg möglich gemacht haben.“

Eine Person trägt eine mit Kabeln verbundene Maske.

Spitzenforschung

Die Exzellenzstrategie in Hessen

Wir unterstützen die hessischen Hochschulen beim wichtigstenh Forschungswettbewerb für Universitäten.

Clemens Hoch, rheinland-pfälzischer Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit: „Diese Entscheidung ist eine hervorragende Nachricht für die Rhein-Main-Universitäten und für den Wissenschaftsstandort Rheinland-Pfalz. Sie bestätigt eindrucksvoll, dass exzellente Forschung dort besonders stark ist, wo Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Länder ihre Kompetenzen partnerschaftlich bündeln. Die Förderung ab 2027 gibt dem Verbund für die kommenden sieben Jahre Planungssicherheit und neue Gestaltungskraft. Davon profitieren die Wissenschaft, der akademische Nachwuchs und letztlich auch unsere Gesellschaft und Wirtschaft. Allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, danke ich sehr herzlich: für Ihr Engagement, Ihre Expertise, Ihre Beharrlichkeit und Ihren Teamgeist. Sie haben gezeigt, was möglich wird, wenn wissenschaftliche Exzellenz und partnerschaftliche Zusammenarbeit zusammenkommen.“

Intensive Unterstützung 

Die Landesregierungen von Hessen und Rheinland-Pfalz haben die Universitäten intensiv bei ihrer Bewerbung unterstützt – finanziell und strategisch. Der breite politische Rückhalt für beide Verbünde hat im Verfahren große Anerkennung erhalten. Im Fall der RMU kann die länderübergreifende Zusammenarbeit von Hessen und Rheinland-Pfalz als bundesweites Vorbild dienen, so die Gutachtenden. Seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode hat Hessen dem Verbund im Rahmen des LOEWE-Programms, aber auch darüber hinaus mehr als 21 Millionen Euro für die Exzellenzstrategie zur Verfügung gestellt.

Über die Exzellenzstrategie

Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern ist der wichtigste Forschungsförderwettbewerb Deutschlands. Ziel der Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“ ist es, Universitäten und Hochschulverbünde beim weiteren Ausbau ihrer internationalen Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen. Der Förderentscheidung in der Exzellenzstrategie war ein mehrstufiger, hochkompetitiver Begutachtungsprozess vorausgegangen. Im November 2025 haben die Hochschulverbünde ihre Anträge eingereicht. Eine Gruppe international renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hat sie im Frühjahr 2026 vor Ort begutachtet. Die endgültige Entscheidung über die Förderung traf jetzt die Exzellenzkommission in einer mehrtägigen Auswahlsitzung. Dem Gremium gehören 39 internationale wissenschaftliche Expertinnen und Experten sowie die Wissenschaftsministerinnen und -minister von Bund und Ländern an.

Die Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU)

Als strategische Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) bilden die Goethe-Universität Frankfurt, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Technische Universität Darmstadt eines der wichtigsten Zentren für Forschung, Bildung und Innovation in Europa. Gemeinsam decken die drei Universitäten ein äußerst breites und interdisziplinär eng verzahntes Fächerspektrum ab. Mit mehr als 90.000 Studierenden und 1.500 Professuren kooperieren sie eng in Forschung, Studium und Lehre, bei der Förderung junger Forschender sowie dem Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft.

In den vier RMU-Profilbereichen Data, Health, Matter und Society bündeln die Universitäten ihre Kompetenzen in zentralen Forschungsfeldern. Dazu nutzen sie ihre Komplementarität und räumliche Nähe zur Bildung starker, international herausragender Forschungsverbünde. Sie bauen gemeinsam ihre Studienangebote aus und stärken den Austausch und die Vernetzung mit der Zivilgesellschaft. So gestaltet die 2015 gegründete strategische Allianz die Metropolregion Rhein-Main als integrierte Wissenschaftsregion mit – global sichtbar und international attraktiv.

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