Wiesbaden. Eine Silberne Halbkugel des Deutschen Preises für Denkmalschutz 2026 geht nach Hessen: Dr. Lauren Liss und Dr. Dirk Liss aus Hünstetten sind heute in Schwerin für ihre denkmalpflegerische Arbeit ausgezeichnet worden. Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz würdigt mit dem Preis das Engagement des Ehepaares: Beide haben die Burgruine Wallrabenstein aus dem 14. Jahrhundert in mehreren Bauabschnitten aufwendig instandgesetzt und gesichert. Die Burgruine steht mitten im Garten der Familie.
Auszeichnung 2024 mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis
Hessens Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels gratuliert: „Die Auszeichnung ist eine wunderbare Würdigung für das Ehepaar Liss und den hessischen Denkmalschutz. Sie investierten viel Geld in die Instandsetzung und Sicherung der Ruine. Dabei arbeiteten sie intensiv mit den Denkmalbehörden zusammen. Dieses Engagement haben wir 2024 mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis gewürdigt. Dr. Lauren und Dr. Dirk Liss sind große Vorbilder. Denn ohne den Einsatz zahlreicher Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und Vereine wäre es nicht möglich, Denkmäler in ihrer Vielfalt und historischen Bedeutung zu bewahren.“
So wurde die Burgruine zum Hingucker
Für die Sanierung ließ das Ehepaar geschädigte Mauerwerksbereiche denkmalgerecht instandsetzen, historische Steine wiederverwenden und die Mauern neu verfugen. Putzreste und bauzeitliche Elemente wurden behutsam gesichert. Die Mauerkronen erhielten ein Gefälle, damit das Wasser kontrolliert abfließen kann, Zinkabdeckungen und einen Moosbewuchs. All das schützt die historische Substanz. Unterstützt wurden die Arbeiten von mehreren Seiten: Der Deutsche Bundestag hat 2021 für die Burgruine Wallrabenstein 132.500 Euro bewilligt. Hinzu kamen 282.500 Euro vom Land Hessen und 252.500 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.