Wiesbaden. Natascha Schmitz erhält das erste Buntstift-Stipendium des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur. Mit ihrem Projekt „Mika und die Wortwesen“ setzte sich die Illustratorin gegen 27 weitere Bewerbungen durch. Die Jury entschied sich einstimmig für ihr Kinderbuchprojekt. Natascha Schmitz hat ihr Buch heute im Gespräch mit Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels auf der Frankfurter Buchmesse am Hessischen Gemeinschaftsstand vorgestellt.
Entwicklung queerer Kinder-- und Jugendliteratur fördern
„Mit dem Buntstift-Stipendium fördern wir erstmals die Entwicklung queerer Kinder- und Jugendliteratur. Wir wollen Kreativen Zeit und Raum geben, neue Geschichten und Perspektiven zu entwickeln. Natascha Schmitz hat die Jury mit einer außergewöhnlichen Idee überzeugt, in der Text und Illustration auf besondere Weise zusammenspielen. Ich freue mich, dass sie ihr Projekt im Rahmen des Stipendiums weiterentwickeln kann, und bin gespannt auf das fertige Buch“, so Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels.
Darum wird es in Schmitz' Buch gehen
In „Mika und die Wortwesen“ begegnet das Kind Mika in einem Mietshaus geheimnisvollen Wesen, die aus Wörtern entstehen. Begriffe wie „speziell“, „früher“, „gruselig“ oder „unbrauchbar“ werden zu eigenständigen Gestalten. Sie entstehen aus vorschnellen Urteilen über die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses und verlieren ihre Macht, sobald Mika die Menschen hinter diesen Zuschreibungen kennenlernt. So begegnet Mika unter anderem einer Familie mit zwei Müttern und Jona, dessen frühere Namensgeschichte zum Ausgangspunkt für das Wortwesen „früher“ wird.