V.l.n.r.: Dr. Severin Fischer (Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin), Jutta Bieringer (Staatssekretärin für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund), Timon Gremmels (Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur), Gérard Larcher (Präsident des französischen Senats), Anke Rehlinger (Ministerpräsidentin des Saarlandes und Vorsitzende der Deutsch-Französischen Freundschaftsgruppe des Bu

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

„Europäische Hochschulallianzen sind Reallabore für ein grenzenloses Europa“

Minister Gremmels spricht sich für die Stärkung von Wissenschaft und Forschung auf EU-Ebene aus

Wiesbaden/Paris. Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels hat in Paris für eine noch engere deutsch-französische Zusammenarbeit in Wissenschaft, Forschung und Hochschulpolitik geworben. Anlass war ein Treffen der deutsch-französischen Freundschaftsgruppe des Bundesrates und des französischen Senats. Besonders die Europäischen Hochschulallianzen unterstrich Gremmels als Herzstück einer gemeinsamen Zukunft. Sie dürften Sparmaßnahmen nicht zum Opfer fallen.

Gemeinsames Signal an Brüssel

„Wenn wir über die deutsch-französische Partnerschaft als Motor der europäischen Integration sprechen, müssen wir dort ansetzen, wo das Fundament unseres gemeinsamen Europas gebaut wird: in der Wissenschaft, der Forschung und der akademischen Bildung“, so Minister Gremmels. „Wie tragfähig dieses Fundament ist, hängt auch von den Verhandlungen über den Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union für die Jahre 2028 bis 2034 ab. Die jüngste Position des Rates ist alarmierend: Für das Programm ,Horizont Europa‘ stehen Kürzungen im Vergleich zum Ansatz der Kommission im Raum – um rund vier Prozent. Deshalb müssen wir ein gemeinsames Signal an Brüssel senden: Investitionen in Bildung, Wissenschaft und Forschung sind die Grundlage dafür, dass Europa seine wirtschaftliche Stärke, seine Innovationskraft und seinen gesellschaftlichen Zusammenhalt langfristig sichern kann.“

Europäische Hochschulallianzen im Fokus

Ein besonderes Augenmerk legte der Minister auf die Europäischen Hochschulallianzen. Das sind langfristige Zusammenschlüsse von Hochschulen aus verschiedenen europäischen Ländern, die gemeinsam neue Formen von Studium, Lehre, Forschung und Wissenstransfer entwickeln. Hessen zählt mit sechs geförderten Europäischen Hochschulallianzen, an denen insgesamt sieben hessische Hochschulen beteiligt sind, zu den besonders erfolgreichen Bundesländern. Deutschland und Frankreich sind die stärksten Unterstützer dieser europäischen Hochschulnetzwerke. Gremmels plädierte zum einen für zusätzliche Impulse über ,Horizont Europa‘, dem Europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, um die Forschungsdimension der Allianzen zu stärken. Zum anderen warb er dafür, deren Grundfinanzierung über das Programm Erasmus+ zu erweitern.

Verlässliche Finanzierung ist wichitg

„Die Europäischen Hochschulallianzen sind Reallabore für ein grenzenloses Europa. Deshalb brauchen sie eine langfristige, verlässliche und ambitionierte Finanzierung“, betonte Gremmels. „Dabei sind auch Investitionen in die Geistes- und Sozialwissenschaften wichtig – allen voran in die Demokratieforschung. Sie stärken die Resilienz unserer demokratischen Gesellschaften. Deshalb hat der kommende Mehrjährige Finanzrahmen der EU eine herausragende Bedeutung. Es geht um weit mehr als um Fördermittel – es geht um die Gestaltung unserer gemeinsamen europäischen Zukunft.“

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