Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Gratulation an Philippe Sands zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Philippe Sands mahnt uns, die universelle Geltung des Völkerrechts und der Menschenrechte zu verteidigen“

Wiesbaden / Frankfurt. Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels gratuliert stellvertretend für die Hessische Landesregierung dem französisch-britischen Juristen und Schriftsteller Philippe Sands herzlich zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026. Die Auszeichnung wurde heute in der Frankfurter Paulskirche überreicht. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels würdigt damit Sands’ unermüdlichen Einsatz für Menschenrechte, Gerechtigkeit, Frieden und die Verteidigung des Völkerrechts.

„Herzlichen Glückwunsch an Philippe Sands zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels! Seine Bücher verbinden die Kraft des Erzählens mit der Auseinandersetzung mit den dunkelsten Kapiteln unserer Geschichte bis in die Gegenwart. Sie zeigen, wie eng Recht, Gerechtigkeit und Menschlichkeit miteinander verbunden sind. Mit seiner heutigen Rede mahnt Philippe Sands, die universelle Geltung des Völkerrechts und der Menschenrechte weltweit zu verteidigen. Seine Kritik an einem ‚unanständigen Schweigen‘ und einer Beschränkung der Debatte in Deutschland fordert uns auf, schwierige Fragen offen zu diskutieren und unterschiedliche Maßstäbe zu vermeiden. Gerade in Zeiten großer Konflikte braucht es den Mut, Unrecht klar zu benennen und die Würde aller Menschen gleichermaßen zu verteidigen“, so Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels.“

Philippe Sands, geboren 1960 in London, ist Jurist, Schriftsteller und Professor für internationales Recht am University College London. Als international renommierter Menschenrechtsanwalt befasst er sich mit grundlegenden Fragen des Völkerrechts. In seinen Büchern verbindet er juristische und historische Recherche mit persönlichen Geschichten. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Rückkehr nach Lemberg“, „Die Rattenlinie“ und „Die letzte Kolonie“. In seinem literarischen Werk setzt er sich unter anderem mit den historischen Ursprüngen der Begriffe Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie mit den Folgen von Unrecht und Straflosigkeit auseinander.

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird seit 1950 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels verliehen und ist mit 25.000 Euro dotiert- Er zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich durch ihr Wirken für Frieden, Menschlichkeit und die Verständigung der Völker einsetzen.

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