Wissenschaftsminister Gremmels und DGB-Bezirksvorsitzender Rudolph im Austausch

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

HMWK fördert Austausch mit Gewerkschaften

Gute Arbeitsbedingungen für krisenfeste Hochschulen: Wissenschaftsminister Gremmels und DGB-Bezirksvorsitzender Rudolph sind im Austausch.

Wiesbaden. Das hessische Wissenschaftsministerium und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wollen ihre Zusammenarbeit für gute Arbeitsbedingungen an Hessens Hochschulen vertiefen. Wissenschaftsminister Timon Gremmels hat sich mit Michael Rudolph, Bezirksvorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, zu einem Gespräch getroffen. Im Mittelpunkt stand die Weiterentwicklung des „Kodex für gute Arbeit“ und die Frage, wie der Austausch zwischen Hochschulen, Gewerkschaften, Beschäftigten und Ministerium weiter gestärkt werden kann. Die 14 staatlichen Hochschulen haben sich 2021 im „Kodex für gute Arbeit“ auf Grundsätze einer guten Beschäftigungsqualität geeinigt.

Über den "Kodex für gute Arbeit"

Der „Kodex für gute Arbeit“ setzt Standards für die Ausgestaltung von Qualifikationsstellen, Personalentwicklung sowie Verträge für karrierejunge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, studentische Beschäftigte und Lehrbeauftragte. Das Wissenschaftsministerium hat im Juni 2026 mit der Stabsstelle Gute Arbeit eine zentrale Anlaufstelle für Fragen zu den Arbeitsbedingungen an hessischen Hochschulen neu eingerichtet, die auch die Evaluation des Kodex begleitet. Geplant sind außerdem Fachworkshops zu Themen wie der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, Diskriminierungsschutz und Machtbeziehungen, sowie der Entwicklung von gemeinsamen Grundsätzen für Lehraufträge.

Wissenstransfer muss die Arbeitswelt einbeziehen

„Wer gute Wissenschaft ermöglichen will, muss für gute Arbeitsbedingungen sorgen. Wir wollen den ,Kodex für gute Arbeit‘ gemeinsam mit den Hochschulen und weiteren Beteiligten weiterentwickeln. Unser Ziel sind verlässliche Perspektiven für Beschäftigte, faire Karrierewege und ein Arbeitsumfeld, in dem Menschen ihre Fähigkeiten entfalten können und Wertschätzung erfahren. Das fördert Vertrauen und die Fähigkeit, auch in Krisen handlungsfähig zu bleiben“, so Wissenschaftsminister Timon Gremmels. „Wissenstransfer muss die Arbeitswelt einbeziehen: Forschungsergebnisse müssen Beschäftigte erreichen, und umgekehrt müssen die Erfahrungen und Fragen aus Betrieben und Verwaltungen ihren Weg in die Wissenschaft finden. Kooperationsstellen zwischen Hochschulen und Gewerkschaften können diesen Austausch organisieren und verstetigen.“

Gute Arbeit braucht verbindliche Regeln

Michael Rudolph, Bezirksvorsitzender des DGB Hessen-Thüringen: „Angesichts der schwierigen Finanzierungssituation der hessischen Hochschulen begrüßen wir, dass der Kodex für gute Arbeit gemeinsam mit Beschäftigten und Gewerkschaften weiterentwickelt wird. Gute Arbeit braucht verbindliche Regeln. Dazu gehören insbesondere weniger Befristungen, ein besserer Gesundheitsschutz und gute Arbeitszeitregelungen. Denn Daueraufgaben brauchen Dauerstellen. Diesen Prozess werden der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften konstruktiv begleiten. Zugleich wollen wir durch Kooperationsstellen den Austausch zwischen Wissenschaft und Arbeitswelt stärken, um Arbeitsbedingungen zu verbessern und Betriebe fit für die Zukunft zu machen.“

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