Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Kein Zuschlag in dieser Runde - mittelhessischer Hochschulverbund zeigt dennoch Spitzenleistung

Zukunftskonzept bekommt viel Anerkennung von internationalen Gutachtenden

Wiesbaden. Heute wurden in Bonn die Ergebnisse der zweiten Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“ der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern bekannt gegeben. Die Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU), ein Zusammenschluss der Technischen Universität Darmstadt, der Goethe-Universität Frankfurt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, hat den begehrten Titel erhalten. Der mittelhessische Verbund H_Core, bestehend aus Justus-Liebig-Universität Gießen und Philipps-Universität Marburg, konnte sich im Wettbewerb trotz sehr hoher Qualität nicht durchsetzen. Wissenschaftsminister Timon Gremmels motiviert die Universitäten, den eingeschlagen Weg weiterzugehen, und sichert seine weitere Unterstützung zu.

Wissenschaftsminister Timon Gremmels: „Ich möchte allen Beteiligten zu ihrer beeindruckenden Leistung in den vergangenen Monaten gratulieren. Leider hat es für H_CORE mit dem Exzellenz-Titel nicht geklappt. Ich danke den Universitätspräsidien und allen Beteiligten aus Wissenschaft und Verwaltung für die große Expertise, das enorme Engagement und die große Professionalität, die sie in die Exzellenzstrategie eingebracht haben. Die mittelhessischen Universitäten haben sich in dem hochkompetitiven Verfahren hervorragend präsentiert. Der Verbund ist über viele Jahre gewachsen; er ist ein Zentrum der internationalen Spitzenforschung und ein Innovationsmotor für Mittelhessen. Sein innovatives Zukunftskonzept hat viel Anerkennung von den internationalen Gutachtenden erfahren. Wir als hessische Landesregierung werden diesen Weg weiterhin unterstützen.“

Wissenschaftsstaatssekretär Christoph Degen, der bei der Entscheidungsverkündung in Marburg vor Ort war, ergänzt: „Der Förderlinie ,Exzellenzuniversitäten‘ ging die Entscheidung über die Exzellenzcluster voraus. Hier war der mittelhessische Verbund sehr erfolgreich. Ich habe den Prozess intensiv begleitet und bin beeindruckt von der hervorragenden Arbeit, die dort geleistet wird. Mit der Einwerbung von vier Exzellenzclustern haben die Philipps-Universität Marburg und die Justus-Liebig-Universität Gießen eindrucksvoll bewiesen, wie forschungsstark sie sind.“

Eine Person trägt eine mit Kabeln verbundene Maske.

Spitzenforschung

Die Exzellenzstrategie in Hessen

Wir unterstützen die hessischen Hochschulen beim wichtigstenh Forschungswettbewerb für Universitäten.

Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern ist der wichtigste Forschungsförderwettbewerb Deutschlands. Ziel der Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“ ist es, Universitäten und Hochschulverbünde beim weiteren Ausbau ihrer internationalen Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen. Die Rhein-Main-Universitäten erhalten ab 2027 eine Förderung von insgesamt bis zu 155 Millionen Euro über einen Zeitraum von sieben Jahren. Der Bund stellt 75 Prozent der Finanzierung bereit. Insgesamt hatten sich bundesweit elf Einrichtungen und Verbünde um die fünf nun besetzten Förderplätze beworben.

H_CORE: Mittelhessischer Verbund der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg

Mit H_CORE, der Hessian Collaboration of Research Excellence, wollen die Universität Gießen und die Universität Marburg gemeinsam mit der Technischen Hochschule Mittelhessen ein neues Modell universitärer Zusammenarbeit schaffen. Aufbauend auf der langjährigen Kooperation im Forschungscampus Mittelhessen bündeln sie ihre unterschiedlichen Stärken: international herausragende Forschung, ein breites Fächerspektrum und starke Anwendungsorientierung. Im Mittelpunkt steht eine einfache Idee: Die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich besser gemeinsam lösen. H_CORE bringt deshalb Forschende zusammen, schafft neue Freiräume für innovative Ideen und unterstützt Talente auf allen Karrierestufen. Gleichzeitig soll Wissen schneller dort ankommen, wo es gebraucht wird - in Wirtschaft, Politik, Schulen, Kommunen und bei den Menschen. Dazu werden bestehende Innovations- und Transfernetzwerke eingebunden und neue Wege zwischen Wissenschaft und Praxis geschaffen. So soll in Mittelhessen ein Hochschulmodell mit internationaler Strahlkraft entstehen: regional verwurzelt, weltweit vernetzt und offen für neue Ideen und Menschen. H_CORE versteht wissenschaftliche Exzellenz dabei nicht als Selbstzweck. Forschung soll neues Wissen schaffen und zugleich dazu beitragen, die Zukunft von Gesellschaft, Wirtschaft und Region nachhaltig zu gestalten.

Die Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU)

Als strategische Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) bilden die Goethe-Universität Frankfurt, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Technische Universität Darmstadt eines der wichtigsten Zentren für Forschung, Bildung und Innovation in Europa. Gemeinsam decken die drei Universitäten ein äußerst breites und interdisziplinär eng verzahntes Fächerspektrum ab. Mit mehr als 90.000 Studierenden und 1.500 Professuren kooperieren sie eng in Forschung, Studium und Lehre, bei der Förderung junger Forschender sowie dem Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft.

In den vier RMU-Profilbereichen Data, Health, Matter und Society bündeln die Universitäten ihre Kompetenzen in zentralen Forschungsfeldern. Dazu nutzen sie ihre Komplementarität und räumliche Nähe zur Bildung starker, international herausragender Forschungsverbünde. Sie bauen gemeinsam ihre Studienangebote aus und stärken den Austausch und die Vernetzung mit der Zivilgesellschaft. So gestaltet die 2015 gegründete strategische Allianz die Metropolregion Rhein-Main als integrierte Wissenschaftsregion mit – global sichtbar und international attraktiv.

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