Wiesbaden. Wissenschaftsminister Timon Gremmels hat heute am Rand der Hochschulleitungstagung an der Hochschule RheinMain weitere Zielvereinbarungen unterzeichnet: Den Leitungen der Universität Kassel, der Hochschule Fulda, der Hochschule RheinMain, der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main und der Hochschule Geisenheim University dankte er für die zielstrebig geführten Verhandlungen. Zielvereinbarungen werden mit allen 14 Hochschulen des Landes getroffen. Die Ziele gelten für die Laufzeit des Hessischen Hochschulpaktes, also von 2026 bis 2031.
Gute Grundlage für Zukunftsaufgaben
„Ich bin den Hochschulen für die konstruktiv geführten Verhandlungen sehr dankbar“, so Wissenschaftsminister Timon Gremmels. „Mit den neuen Zielvereinbarungen schaffen wir eine gute Grundlage, um die Hochschulen strategisch weiterzuentwickeln und den Zukunftsaufgaben klug zu begegnen. Dabei nutzen die Hochschulen die Handlungsmöglichkeiten, die der Hessische Hochschulpakt bietet, um Nordhessen, Osthessen und das Rhein-Main-Gebiet auch künftig als zukunftsorientierte Hochschulstandorte zu stärken. In den aktuellen Zielvereinbarungen spielen Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit eine große Rolle. Mit Angeboten zu Personalentwicklung, Demografiemanagement und Nachwuchsförderung sorgen die Hochschulen für eine diverse Studienatmosphäre.“
Ziele der Uni Kassel
Die Universität Kassel präsentiert sich weiterhin als eine innovative und zukunftsorientierte Bildungs- und Forschungsstätte, die dem Leitbild einer offenen, demokratischen Universität verpflichtet ist. Verbesserte Betreuungsverhältnisse sollen erreichen, dass sich die Hochschule weiter nicht-traditionellen Bildungsverläufen öffnet und individuellen Bildungserfolgs möglich macht. Ein breites Fächerangebot in der Lehrkräftebildung bildet auch künftig einen wesentlichen Schwerpunkt. Ihre Kernbotschaften zum Thema Nachhaltigkeit möchte die Universität positionieren.
Ziele der Hochschule Fulda
Mit einem Talent-Scouting-Programm wird die Hochschule Fulda einen neuen Ansatz der Studien- und Berufsorientierung einführen. Gleichzeitig baut sie bewährte und erfolgreiche Angebote wie das duale Studium weiter aus. Die Hochschule Fulda hat vor zehn Jahren als erste Hochschule für Angewandte Wissenschaften bundesweit das eigenständige Promotionsrecht erhalten. Diesen erfolgreichen Weg wird sie weitergehen und dabei den Fokus auf die Entwicklung der eigenen und hochschulübergreifenden Promotionszentren legen.
Ziele der Hochschule RheinMain
Die Hochschule RheinMain begreift sich als lebendige, demokratische Wissensgemeinschaft, die Talente fördert, Diversität wertschätzt und internationale Perspektiven stärkt. Die konsequente Fortführung der Internationalisierung in Studium und Lehre ist dabei ein wesentliches Ziel. Auch der Ausbau dualer und berufsbegleitender Studienangebote an der Hochschule RheinMain soll fortgesetzt werden. Ein wichtiges Ziel darüber hinaus ist die Sicherung und Erweiterung der Promotionsmöglichkeiten für den wissenschaftlichen Nachwuchs.
Ziele der Städelschule
Auch in Zukunft möchte die Hochschule für Bildende Künste – Städelschule ihren weltweit hervorragenden Ruf aufrechterhalten. Sie will die bestehende sehr gute Betreuungsrelation im Klassensystem beibehalten und stärken. Die Städelschule betreibt als einzige Kunsthochschule in Deutschland eine eigene Kunsthalle, den Portikus. Durch sein international anerkanntes Programm und als Ort der Lehre bietet er auch künftig Synergieeffekte für das Studienangebot und Vorteile im Transfer.
Ziele der Hochschule für Gestaltung Offenbach
Die Hochschule für Gestaltung Offenbach sieht es als ihre Aufgabe an, die Demokratie durch Kunst und Design zu stärken. Sie vermittelt demokratische Haltung in die Gesellschaft und positioniert sich zu übergeordneten gesellschaftlichen und politischen Themen. Die Hochschule für Gestaltung Offenbach vernetzt sich mit der Stadtgesellschaft und macht die Stadt zum Partner und Forschungssujet. Mit der Höchster Porzellanmanufaktur als Experimentallabor verfügt die Hochschule für Gestaltung Offenbach auch künftig über weltweit einzigartige Forschungsbedingungen.
Ziele der Hochschule Geisenheim University
Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind integraler Bestandteil aller Studiengänge und stehen im Fokus der Forschung der Hochschule Geisenheim University. Mit Drittmitteln soll das Forschungsprofil geschärft werden. Darüber hinaus konzentriert sich die Hochschule auch künftig auf eine internationale Ausrichtung mit vielen Kooperationen und umfassendem Wissenstransfer. Studierende sollen ermutigt werden, sich auch während des Studiums ehrenamtlich zu engagieren.
Über die Zielvereinbarungen
Während im Hessischen Hochschulpakt 2026-2031 vor allem übergreifende hochschulpolitische Ziele und die finanziellen Rahmenbedingungen festgesetzt wurden, widmen sich die Zielvereinbarungen der Profilbildung der jeweiligen Hochschule und basieren auf der spezifischen Entwicklungsplanung der Hochschulen. Die hessischen Hochschulen haben sich in den Zielvereinbarungen 2026 bis 2031 außerdem verpflichtet, Maßnahmen zur Antisemitismusprävention und zum Umgang mit Antisemitismus in den Hochschulen, Maßnahmen zur Bauunterhaltung und zum Klimaschutz zu ergreifen.
Die Zielvereinbarungen für die Philipps-Universität Marburg, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Technische Hochschule Mittelhessen hat Minister Gremmels mit den Hochschulleitungen im Mai unterzeichnet. Die fünf ausstehenden Unterzeichnungen sind in den kommenden Wochen geplant.