Wissenschaftsminister Gremmels besucht das GSI nach dem Brand. Auf dem Foto sind Jörg Blaurock, Technischer Geschäftsführer von GSI und FAIR, Prof. Thomas Nilsson, Wissenschaftlicher Geschäftsführer von GSI und FAIR, Prof. Dr. Martin Keller, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Wissenschaftsminister Timon Gremmels, Dr. Katharina Stummeyer, Administrative Geschäftsführerin von GSI und FAIR

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

„Zukunftsprogramm Forschung“ fördert wissenschaftliche Arbeit nach GSI-Brand

Hessen stützt mit einer Million Euro vor allem junge Forschende

Wiesbaden/Darmstadt. Das Land Hessen unterstützt das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt dabei, die Folgen des Brandes vom Februar für den Wissenschaftsbetrieb zu bewältigen. Dafür ist ein „Zukunftsprogramm Forschung“ in Höhe von einer Million Euro geplant. Das HMWK begrüßt, dass die Regierungsfraktionen beabsichtigen, diese Mittel mit dem Haushalt 2026 zur Verfügung stellen zu wollen. Das hat Wissenschaftsminister Timon Gremmels bei einem Besuch im GSI-Zentrum mitgeteilt. Minister Gremmels traf dort Martin Keller, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, der die Anlagen besichtigte und sich mit Forschenden austauschte.

Das Feuer entstand vermutlich durch einen Kurzschluss im Gebäudekomplex des Linearbeschleunigers UNILAC des Helmholtzzentrums. Derzeit laufen die Suche nach den Brandursachen und eine detaillierte Schadensanalyse.

Abbruch von wissenschaftlichen Karrieren verhindern

„Der Ausfall des UNILAC trifft die Forschenden hart. Wir brauchen kurzfristige Lösungen für diejenigen, denen plötzlich die Voraussetzungen für ihre wissenschaftliche Arbeit weggebrochen sind“, so Wissenschaftsminister Timon Gremmels. „Zahlreiche Doktorandinnen, Doktoranden und Mitarbeitende hatten auf einen laufenden Experimentierbetrieb gesetzt und wissen nun nicht, wie es weiter geht. Wir wollen verhindern, dass wissenschaftliche Karrieren abgebrochen werden müssen. Das Land Hessen investiert deshalb eine Million Euro in einen Zukunftsfond, um unmittelbare Härten, insbesondere für den wissenschaftlichen Nachwuchs, abzufedern. Damit zeigen wir klar: Das Land steht an der Seite des GSI Helmholzzentrums. Wir haben mit dieser Institution ein exzellentes Forschungsumfeld mit bedeutender Infrastruktur, das deutschland- und weltweit eine führende Rolle spielt.“

GSI gehört zur Weltspitze

„Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung gehört mit seiner Beschleunigeranlage zur Weltspitze. Durch seine disziplinübergreifende Forschung hat es in den vergangenen Jahren entscheidende Fortschritte in der Materialforschung und der Krebstherapie möglich gemacht“, sagt Helmholtz-Präsident Professor Dr. Martin Keller. „Der Brand Anfang Februar ist ein Rückschlag für Helmholtz und den Forschungsstandort Deutschland. Ich danke dem Land Hessen für die schnelle und tatkräftige Unterstützung: Das geplante ‚Zukunftsprogramm Forschung‘ wird zahlreichen Forschenden, die kurzfristig auf den Experimentierbetrieb am Beschleuniger angewiesen sind, wichtige Überbrückungsmöglichkeiten bieten.“

Reisestipendien und Stellenverlängerungen

Zur Umsetzung des Fonds „Zukunftsprogramm Forschung“ steht das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur im engen Austausch mit der GSI. Es sollen alternative Forschungsmöglichkeiten geschaffen oder an anderen Einrichtungen übergangsweise gesucht werden. Aus dem Fonds sollen auch entsprechende Reisestipendien und Stellenverlängerungen finanziert werden. Bei den betroffenen Forschenden handelt es sowohl um Mitarbeitende der GSI als auch um Beschäftigte der hessischen Hochschulen.

Schlagworte zum Thema