Ein Foscher im Schutzanzug

Marie Skłodowska-Curie-Stipendium Hessen

Das Marie Skłodowska-Curie-Stipendium Hessen ermöglicht unter anderem hochqualifizierten, europäischen wie auch internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, ihr Forschungsvorhaben in Hessen durchzuführen.

Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) gewährt auf Antrag Stipendien zur Durchführung von Forschungsvorhaben in Hessen, die auf einem hervorragend evaluierten Antrag unter den Marie Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA) bei der Europäischen Kommission basieren und ein Exzellenzsiegel („Seal of Excellence“) erhalten haben. Das Marie Skłodowska-Curie-Stipendium Hessen ermöglicht unter anderem hochqualifizierten europäischen wie auch internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, ihr Forschungsvorhaben in Hessen durchzuführen. Diese hessische Fördermöglichkeit unterstreicht die Attraktivität des hiesigen Forschungsstandortes.

Schwerpunkt auf exzellenter Forschungsarbeit

Die Marie Skłodowska-Curie-Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag, um in ganz Europa Grundlagen für europäische Spitzenforschung zu schaffen. Darüber hinaus fördern die MSCA die Mobilität, die Internationalisierung und die Kooperation der Wissenschaft. Sie sind fester Bestandteil des aktuellen und künftigen EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation, „Horizont 2020“ sowie „Horizont Europa“ und gelten als eine der Erfolgsgeschichten der EU-Forschungs- und Innovationsförderung.

Bei den MSCA liegt der Schwerpunkt auf exzellenter Forschungsarbeit. Nach dem Bottom-up-Prinzip können alle Forschungsdisziplinen gefördert werden, und dies von der Grundlagenforschung über die anwendungsorientierte Forschung bis hin zur Markteinführung innovativer Produkte und Dienstleistungen.

Förderdauer bis zu 24 Monate

Den Antrag auf ein Marie Skłodowska-Curie-Stipendium Hessen kann jede unten genannte hessische Einrichtung stellen, deren EU-Antrag zur Durchführung eines Forschungsvorhabens unter der MSCA-Maßnahme „Individual European Fellowships“ und „European Postdoctoral Fellowships“ durch die Kommission zwar nicht zur Förderung berücksichtigt, aber mit Exzellenzsiegel (Seal of Excellence) für das entsprechende Forschungsvorhaben ausgezeichnet wurde. Antragstellende können staatliche Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sein. Die Förderdauer beträgt üblicherweise bis zu 24 Monate (Vollzeit). Die Fördersätze werden vom HMWK jährlich auf Basis des jeweils geltenden MSCA-Arbeitsprogramms der Kommission eigenständig festgelegt und mitgeteilt.

Bei der Beurteilung des Antrags für ein „Marie Skłodowska-Curie-Stipendium Hessen“ greift das HMWK somit auf den unabhängigen, internationalen und hochangesehenen Evaluierungsprozess der Kommission zurück.

Wie läuft die Antragstellung ab?

Ein Antrag muss seitens der antragstellenden hessischen Einrichtung innerhalb von vier Monaten nach Erteilung des Exzellenzsiegels beim HMWK gestellt werden. Soweit sich die Antragstellerin oder der Antragsteller in einem Verfahren zur Überprüfung der Förderentscheidung durch die Kommission befindet, verlängert sich die Frist bis zur endgültigen Entscheidung über eine Förderung durch die Kommission.

Neu: Eine Antragstellung beim HMWK auf Grundlage der MSCA-Ausschreibung 2020 der Europäischen Kommission ist ab sofort möglich.

Antragstellende werden gebeten, bei der Stabstelle EU des HMWK folgende Unterlagen zur Prüfung einzureichen:

  • den bei der EU-Kommission eingereichten Antrag,
  • das Exzellenzsiegel (Seal of Excellence) und
  • ein formloses von der Leitung der antragstellenden Einrichtung unterzeichnetes Antragsanschreiben, aus dem die gewünschte Förderdauer, d.h. der Beginn und das Ende des angestrebten Forschungsvorhabens in Hessen, hervorgehen.

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