Szene aus "Hinterland": Eine Person mit einer Hundemaske liegt auf den Reifen eines Fahrzeugs.

Hinterland

"Hinterland" von Catrine Val ist für den Hessischen Film- und Kinopreis 2026 in der Kategorie "Bester Kurzfilm" nominiert.

Jurybegründung

„Hinterland“ ist Nachdenken mit filmischen Mitteln. Mehrere Erzählungen werden verknüpft und zusammengehalten von der Präsenz der Regisseurin, die uns anspricht, zugewandt wie freundlich, Erinnerungskultur reflektiert und fordert. Ausgehend vom Leben und Werk der Fotografin Gerti Deutsch stellt Catrine Val die wichtige und brennende Frage, was passiert, wenn es keine lebenden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mehr gibt. Sie stellt uns andere Erinnerungsformen vor. Neben den Bildern von Gerti Deutsch filmt sie Tierwesen aus den Märchen der Gebrüder Grimm bei ihrer Performance, Songs werden zu Überträgern von Erinnerungen, sie zeigt sich und legt ihre Inspirationen offen. Im Splitscreen nebeneinandergestellt, poetisch und assoziativ, entsteht visuell ansprechend ein ganz eigener Film, der auf der Leinwand wie in einer Ausstellung alle Aufmerksamkeit verlangt und verdient, da er einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Erinnerungskultur leistet. 

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