Szene aus "Sieben Kreise der Hölle": Ein junger Mann kniet vor einer Gedenkstätte eines jungen Soldaten

Sieben Kreise der Hölle

"Sieben Kreise der Hölle" von Andrzej Klamt ist für den Hessischen Film- und Kinopreis 2026 in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" nominiert.

Jurybegründung

In „Sieben Kreise der Hölle“ verdeutlicht Andrzej Klamt die grausame Realität des aufgezwungenen und alles zerstörenden Ukraine-Krieges. In sechs Portraits und Psychogrammen erzählt der Film eindrücklich und leise von den Abgründen einer Gesellschaft, die an den Folgen der brutalen Sinnlosigkeit der Höllenkreise Gewalt, Entmenschlichung und Trauma zu zerbrechen droht. Durch die feinfühligen Innenansichten seiner Protagonistinnen und Protagonisten kommt der Film sehr nah an die Frontlinie des Unbegreiflichen und Unbeschreiblichen. Klamt begleitet sechs Menschen in ihrem letzten verzweifelten Kampf gegen den trichterförmigen Abgrund, wie es bei Dante heißt: Je tiefer man hinabsteigt, desto schwerer wiegt die Schuld. Vor der anhaltenden und aktuellen Realität dieses tobenden Krieges ist “Sieben Kreise der Hölle“ ein Plädoyer für Anteilnahme und Menschlichkeit.

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