Wiesbaden/Marburg. Mit der Förderung des Projekts „1for2D – Single Source Precursor für 2D Materialien“ im Rahmen der LOEWE-Förderlinie 3 unterstützt das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur ein zukunftsweisendes Vorhaben im Bereich der Materialforschung. Wissenschaftsminister Timon Gremmels musste kurzfristig seine persönliche Teilnahme absagen und übermittelte seine guten Wünsche. In Vertretung überreichte Dr. Christoph Ullrich, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Gießen, den Zuwendungsvertrag an das Projektkonsortium unter Leitung der Dockweiler Chemicals GmbH aus Marburg. Das Projekt wird mit 500.000 Euro gefördert. Mit dem Marburger Projekt erreicht die LOEWE-Förderlinie 3 zugleich die Jubiläumsmarke von 400 geförderten Vorhaben seit Programmstart.
LOEWE steht für Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz und stärkt gezielt die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Hessen. Die LOEWE-Förderlinie 3 stärkt gezielt die Zusammenarbeit zwischen kleinen und mittleren Unternehmen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hessen. Projektträger für die Förderung ist die landeseigene Wirtschaftsfördergesellschaft HA Hessen Agentur GmbH.
Potenzial, die Elektronik der Zukunft zu prägen
Wissenschaftsminister Timon Gremmels: „Mit 1for2D fördern wir eine Technologie, die das Potenzial hat, die Elektronik der Zukunft maßgeblich zu prägen. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie innovative Forschung und unternehmerische Expertise in Hessen zusammenwirken, um nachhaltige und leistungsfähige Materialien für die Hightech-Industrie zu entwickeln. Unsere LOEWE-Förderlinie 3 ist genau auf solche starken Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ausgerichtet.“
Was 1for2D so besonders macht
Im Projekt 1for2D entwickelt die Dockweiler Chemicals GmbH gemeinsam mit der Philipps-Universität Marburg innovative Moleküle für die Herstellung sogenannter 2D-Materialien – ultradünner, nur wenige Atome dicker Halbleiter. Diese gelten als Schlüsseltechnologie für die nächste Generation von Elektronik und Photonik: Sie ermöglichen schnellere, energieeffizientere und flexiblere Bauteile. Ziel ist die Entwicklung neuartiger chemischer Verbindungen, sogenannter Single Source Precursor, für eine präzise, sichere und umweltfreundliche Herstellung von 2D-Materialien im industriellen Maßstab.