Minister Timon Gremmels informiert sich im Liebigmuseum in Gießen und lässt sich die Funktion von Glaskolben zeigen und erklären.

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Ausschreibung für „Museum des Monats“ 2027 startet

Bewerbung bis 15. Dezember / Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Wiesbaden. Die beliebte Auszeichnung „Museum des Monats“ wird auch im kommenden Jahr vergeben. Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels hat heute die neuen Schwerpunktthemen für 2027 vorgestellt: Sie lauten „Nachhaltige Projekte“ und „Soziale Teilhabe“. Für die Bewerbung reicht es, wenn eines von beiden Themen erfüllt ist. Der Preis wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur vergeben. Die Museen können sich bis zum 15. Dezember 2026 bewerben.

„Museen können auf vielfältige Weise nachhaltig handeln: Man denkt zunächst vielleicht ans Energiesparen, umweltfreundliche Materialien oder dass das Publikum öffentliche Verkehrsmittel nutzt. Aber Nachhaltigkeit verbindet viele ökologische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte“, so Kunst und Kulturminister Timon Gremmels. „Museen schonen auch Ressourcen, wenn sie zum Beispiel Ausstellungselemente wiederverwenden, unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen gezielt ansprechen oder die eigene Sammlung stärker transportintensiven Leihgaben vorziehen. Immer wichtiger werden zudem Konzepte, wie man die Kulturgüter vor Klimafolgen und anderen Krisen schützen kann. Auch der Aspekt der sozialen Teilhabe, unser zweites Schwerpunktthema, fließt in eine nachhaltige Bilanz ein. Ich freue mich sehr über die diesjährige Kooperation mit dem hessischen Sozialministerium und auf viele Bewerbungen, die zeigen, wie die Museen Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen. “

Der Themenschwerpunkt „Soziale Teilhabe“ entsteht in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales. Im Jahr 2027 werden Museen ausgezeichnet, die einen wichtigen Beitrag zur sozialen Teilhabe armutsbetroffener Gruppen leisten – etwa Alleinerziehende, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende, Wohnungs- oder Arbeitslose. Preiswürdig sind zum Beispiel Projekte, die finanzielle Barrieren abbauen; Begegnung sowie soziale Vernetzung fördern oder gemeinsam mit armutsbetroffenen Menschen entwickelt wurden.

Minister Gremmels in einer Feldbahn

Bis 15. Dezember

Jetzt als "Museum des Monats" bewerben!

Mit dem "Museum des Monats" zeichnen wir besonders gelungene Museumsarbeit aus.

Sozialministerin Heike Hofmann: „Soziale Teilhabe bedeutet, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, unsere Gesellschaft mitzugestalten und am kulturellen Leben teilzunehmen. Deswegen würdigen wir mit der Auszeichnung ‚Museum des Monats‘ Museen in Hessen, die Barrieren abbauen, Gemeinschaft fördern und Menschen aktiv miteinbeziehen. Museen sind Orte der Begegnung und können Menschen zusammenbringen, neue Perspektiven eröffnen und gesellschaftliche Teilhabe stärken – unabhängig vom Einkommen oder der persönlichen Lebenssituation.“

Für das „Museum des Monats“ gibt es ein Bewerbungsverfahren mit Jury. Ihr gehören jeweils zwei Vertreter und Vertreterinnen des Ministeriums und des Museumsverbands (MVH) Hessen an. Zudem wird eine weitere Fachperson, je nach jährlichem Schwerpunkthema, in die Jury berufen. 

Bewerben können sich alle privatrechtlichen (zum Beispiel gGmbH, e.V. etc.) und kommunalen Museen, die die ICOM-Museumsdefinition anerkennen. Zudem ist eine Mitgliedschaft beim MVH wünschenswert. Bewerben können sich ehrenamtlich getragene Museen und Museen mit hauptamtlichen wissenschaftlich Beschäftigen. Besonders berücksichtigt wird, wenn die Museumsarbeit durch ehrenamtliche Personen unterstützt wird. Sollten mehr als zwei hauptamtlich museumsfachliche Personen beschäftigt sein, darf die Einwohnerzahl der Kommune, in der das Museum steht, nicht über 30.000 liegen. Über Ausnahmefälle bezüglich der Zulassung der Bewerbung entscheidet die Jury. Beurteilt wird die Arbeit des Museums in den vergangenen zwei Jahren. Bewerbungen von Museen, die schon einmal in den vergangenen Jahren ausgezeichnet wurden, sind möglich und erwünscht.

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