Frankfurt. Vor über 50 Jahren kauften Eisenbahn-Fans aus dem Rhein-Main-Gebiet eine Feldbahn-Dampflokomotive und machten sie fahrtüchtig. Daraus entwickelte sich das Frankfurter Feldbahnmuseum. Feldbahnen sind schmalspurige, schienengebundene Transportsysteme. Sie erschlossen einst Moore für die Torfgewinnung, halfen beim Abbau in Kies- und Sandgruben oder beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit Original-Zügen, Dioramen und Fotos lässt der Trägerverein Frankfurter Feldbahnmuseum e.V. dieses Kapitel Industriegeschichte aufleben. Das Engagement wird nun geehrt: Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels hat die Anlage am Frankfurter Römerhof heute als „Museum des Monats“ ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung sind 2.000 Euro Preisgeld verbunden. Das Motto der diesjährigen Ausschreibung ist „Museum als Dritter Ort“.
Drei Generationen unter einem Dach
„Im Frankfurter Feldbahnmuseum treffen sich Menschen jeden Alters und mit unterschiedlicher Herkunft, um Technik zu erleben. Der Verein bringt drei Generationen von Mitgliedern unter ein Museumsdach – und legt großen Wert auf die Jugendarbeit: Wissen, Handwerk und Museumstradition werden in alle Richtungen weitergegeben“, so Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels. „Dabei verbindet die Arbeit an den historischen Lokomotiven, die ein Stück Frankfurter Geschichte und Weltgeschichte erzählen. Das Museum erfüllt somit perfekt das diesjährige Ausschreibungsmotto, mit dem wir die Rolle von Museen als Stätten der Bildung und der Gemeinschaft unterstreichen. Ich gratuliere herzlich zur Auszeichnung ,Museum des Monats‘.“