Kunst- und Kulturministerin Timon Gremmels mit Museumsleiterin Ellen Kabelitz.

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Lebendiger Ort rund um den zerbrechlichen Werkstoff: Glasmuseum Immenhausen ist „Museum des Monats“

Minister Gremmels überreicht bei Besuch auch Immenhäuser Glaspreis

Wiesbaden/Immenhausen. Das Glasmuseum Immenhausen verbindet regionales Handwerk und internationale Kunst. In der Ausstellung erleben die Besucherinnen und Besucher die Geschichte der Glasherstellung in Nordhessen und können filigrane Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt bestaunen. Dieses Engagement für Handwerk und Kultur wird nun geehrt: Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels hat das Haus heute als „Museum des Monats“ ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung sind 2.000 Euro Preisgeld verbunden. Das Motto der diesjährigen Ausschreibung ist „Museum als Dritter Ort“.

Im Anschluss nahm Minister Gremmels an der Verleihung des Immenhäuser Glaspreises teil. Diese Auszeichnung wird vom Glasmuseum vergeben. 

Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels am Rednerpult

„Das Glasmuseum Immenhausen ist ein kultureller Mittelpunkt des Ortes und identitätsstiftend für die Region“, so Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels. „Es zeigt das künstlerische und handwerkliche Geschick rund um den faszinierenden Werkstoff Glas. Gleichzeitig öffnet es sich der Gesellschaft: Hier finden Kindergeburtstage, Konzerte und Lesungen statt, man kann Ausstellungen besuchen und sogar heiraten. Gemeinsame Projekte mit der Volkshochschule, der Caricatura-Galerie für Komische Kunst, örtlichen Vereinen sowie Künstlerinnen und Künstlern der Region macht das Glasmuseum Immenhausen zu einem lebendigen Dritten Ort. Damit erfüllt es perfekt das diesjährige Ausschreibungsmotto, mit dem wir die Rolle von Museen als Stätten der Gemeinschaft unterstreichen. Ich gratuliere herzlich zur Auszeichnung ,Museum des Monats‘.“

Freuen sich über die Urkunde (v.l.n.r.): Oliver Ulloth (MdL), Ellen Kabelitz (Museumsleiterin), Timon Gremmels (Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur) und Lars Obermann (Bürgermeister Immenhausen)

Die Stadt Immenhausen hat das Glasmuseum 1987 im umgebauten Generatorgebäude der ehemaligen Glashütte Süßmuth eröffnet. Es zeigt die mittelalterlichen und neuzeitlichen Waldglashütten vor allem in Nordhessen. Alte Maschinen, Werkzeuge und Fotos veranschaulichen die ehemalige Glasherstellung und -veredelung in der Immenhäuser Glashütte. Breiten Raum nimmt die Sammlung von Gebrauchsglas ab 1890 ein. Besondere Beachtung finden dabei die großen Glas-Unternehmer Hermann Lamprecht und der Namensgeber der letzten Glashütte in Immenhausen, Richard Süßmuth. Er war ein international bekannter Glaskünstler und betrieb die Glashütte, in dem sich heute das Museum befindet.

Blick ins Publikum im Glasmuseum Immenhausen.

Am Samstag hat das Glasmuseum Immenhausen auch selbst eine Auszeichnung vergeben: Der 9. Immenhäuser Glaspreis (GLAS 2026) ehrt herausragende zeitgenössische Glaskunst. Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels sprach zur Verleihung ein Grußwort. „Der Immenhäuser Glaspreis zeigt, wie lebendig und vielfältig die Glaskunst heute ist. Die ausgezeichneten Werkstücke spiegeln handwerkliche Präzision, künstlerischen Mut und konzeptionelle Stärke wider“, so Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels. Die prämierten Werke und weiterer Stücke werden bis zum 31. Oktober 2026 im Glasmuseum Immenhauen ausgestellt.

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